ZDF zeigt „Für immer Frühling“ als Sonntagsfilm mit Tiefgang.
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Am Sonntag, den 19. Juni, erzählt das ZDF mit dem Familienfilm „Für immer Frühling“ die Geschichte einer Großstadt-Krankenschwester (Simone Thomalla), die sich kurzerhand entschließt, auf dem Land als Dorfhelferin bei der Familie einer Patientin auszuhelfen.
„Ich bin selbst in einem kleinen Dorf mit 320 Einwohnern aufgewachsen. In der dortigen Bank lag eine Broschüre über den Beruf der Dorfhelferin aus.“, erläutert Natalie Scharf beim ZDF-Interview-Tag die Idee zum Drehbuch. Das für sie außergewöhnliche Thema ließ die Autorin, die bereits im Alter von 17 Jahren ihren ersten Jugendroman schrieb, nicht mehr los. Sie recherchierte im Internet und ausgiebigst in Freising. Sogar die Hauptdarstellerin hatte sie von Anfang an vor Augen, und so schrieb sie Simone Thomalla die Rolle auf den Leib. Das beeindruckte auch Wolfgang Grundmann. „Man kann viel erzählen – über die Landwirtschaft, die Familie und was auf einem Hof passiert, wenn die Bäuerin ausfällt.“, begründet der ZDF-Redakteur das Ja zur Produktion des Sonntagsfilms. „Keiner kommt der Familie so nah wie eine Dorfhelferin. Deshalb war es mir wichtig, dass Tiefe reinkommt. Es war allerdings schwierig, die Balance zwischen Komödie, leichter Tonalität und Tiefe zu finden.“, führt Natalie Scharf weiter aus.
Auch der Hauptdarstellerin gefiel die Rolle auf Anhieb. „Als 'Tatort'-Kommissarin hatte ich in letzter Zeit viel mit Waffen zu tun, dann ist ein Film mit Bergen, Leichtigkeit, Humor, Wechsel-bad und Tiefe eine schöne Abwechslung, besonders für mich als Stadtkind. Und das ist nicht weniger anspruchsvoll, als wenn ich einen Mord aufzuklären habe.“, betont die Schauspielerin. In der Tat, die Herausforderungen der besonderen Art bei diesen Dreharbeiten waren unter anderem Szenen mit Kühen und Schweinen. „Ich bin jemand, der anpacken kann. Ich habe keine Berührungsängste, bin eher neugierig. So sprang auch gleich der Funke zu dem kleinen Jonas über. Ich bin selbst Mutter und habe schon öfters mit Kindern gedreht. Mein Spaßfaktor hilft dabei, dass sich Kinder mir gegenüber schnell öffnen.“, erzählt sie absolut glaubhaft. Beim Anblick von Simone Thomalla in kurzem Rock, Lederjacke mit Nietenbesatz und High Heels ist die „Aushilfs-Bäuerin“ nur schwer vorstellbar, doch schließlich ist es eine Rolle. Somit passt auch ihre Antwort zum Leben auf dem Land absolut ins Bild: „Entweder ist man auf dem Land aufgewachsen oder man hat Bedarf nach Ruhe und Landluft. Ich genieße das Stadtleben mit seinen kulturellen Möglichkeiten noch.“
Nun hofft die Schauspielerin, dass sie mit dem modernen Heimatfilm am Sonntagabend-Sende- platz sowohl ihre „Tatort“-Fans als auch die „Traumschiff“-“Pilcher“-Zuschauer gewinnen kann. Allerdings tritt Simone Thomalla an diesem Abend gegen „Tatort“-Kollegin Ulrike Folkerts an.
Zum Inhalt des Films:
Auf einem Hof in Bayern bricht das Chaos aus: Die Tiere sind aus ihren Stallungen ausge-büchst und laufen frei durch Wald und Wiesen. Von dem kleinen Tim, dem Sohn der Familie, fehlt jede Spur. Danni, die größere Schwester, setzt sich unerlaubterweise mit dem Mofa ab. Die zwei-jährige Mia schreit. Und mitten drin: eine Dorfhelferin, die das Chaos eigentlich bän-digen sollte. Sie wurde von der Krankenkasse als Fachkraft abgestellt, da die Mutter von Tim, Danni und Mia krank ist und sich nicht um den Hof kümmern kann.
Inge liegt als Krebspatientin auf der Station von Krankenschwester Katja und steht kurz vor Beginn der Chemotherapie. Katja ist gerührt von der Geschichte der Bäuerin und erkennt die Zwangslage, in der sie steckt. Da ihr Mann die eigentlich geplante sechs-wöchige Urlaubs-reise, die ihre Ehe wieder in Schwung bringen soll, aus beruflichen Gründen verschieben muss, fährt sie an den Schliersee, um nach dem Rechten zu sehen.
Das ZDF sendet „Für immer Frühling“ am 19. Juni 2011 um 20:15 Uhr.
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(Foto oben: (c) Daniela Decker / Weitere Fotos: (c) ZDF)