Christine Westermann und Götz Alsmann hatten schon für viele Prominente ein "Zimmer frei!". Diesmal muss Henning Krautmacher, Frontmann der Kölner Kultband "Höhner", das Publikum über- zeugen, um einziehen zu dürfen.
Seine Merkmale sind ein mächtiger Schnurrbart und ein kölsches Herz. So sind auch die Songs der Mundart-Band für et Hätz und sprechen "Mische wie mir" an. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Frontmann zu den Legenden der Domstadt zählt und mit seiner Band über die Grenzen des Rheinlandes bekannt ist.
Von Geburt an standen für Henning Krautmacher alle Zeichen auf
Karneval, denn er erblickte im Jahr 1957 in der Nacht von Rosenmontag auf Veilchendienstag in Leverkusen das Licht der Welt. Seine Eltern, von denen er die Liebe zum Karneval geerbt hat, ermöglichten ihrem Sohn bereits
im Alter von neun Jahren den Kinderprinz Henning
I. von Leverkusen zu mimen. Doch sein Herz schlug in jungen Jahren nicht nur für den Karneval sondern auch schon für die Musik. So lernte er mit fünf Jahren Blockflöte und ein Jahr später Akkordeon. Sogar sein erstes Geld verdiente er mit
Musik. Zunächst mit seiner Schülerband "New Friends", später mit "Us
d'r Lameng" bei Auftritten im Lever-kusener Fußballstadion. Die
Mundart-Band gewann die Talentprobe im Kölner
Tanzbrunnen und gelangte zu regionaler Berühmtheit, da sie drei Jahre lang jeden Sonntagmorgen im Rheinpark aufspielen durfte. Es folgen
Auftritte als Vorgruppe für die Bläck Fööss und die Höhner, bis
Henning Krautmacher schließlich 1986 die Nachfolge von
Höhner-Frontmann Peter Horn antrat. Dafür musste er zwar seinen
Leverkusener Zungenschlag ablegen und „ehts ens richtisch Kölsch
liere“, doch für die Erfüllung eines solchen Traumes tat er dies gerne. Inzwischen ist ein Vierteljahrhundert vergan- gen und er feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum als „Front-Huhn“. Sein
größter Erfolg: der "Echo" im Jahr 2000 für das Lied "Die Karawane zieht weiter".
Parallel zur Musik entwickelte der Sohn eines gelernten Bäckers,
Konditors und Kochs eine weitere Leidenschaft: Das Kochen. Bereits
als 10-Jähriger bereitete Henning Krautmacher sein
erstes mehr- gängiges Weihnachtsmenü zu. Mittlerweile hat er mehrere
Kochbücher über die regionale kölsche Küche veröffentlicht, darunter "Kölsch für ze müffele", "Kölsche Tapas" oder das neueste Buch Kölsche Sushis. Seine dritte Leidenschaft ist die Malerei.
Am Sonntag überraschen Christine Westermann und
Götz Alsmann den kreativen Allrounder mit leckerem Essen. Im Gegenzug dazu dürfen die Moderatoren und das Publikum Hausmusik mit den Höhnern genießen. Und
Krautmachers Freund und „Schnurrbartkonkurrent“ Horst Lichter wird
auch mal kurz vorbeischauen.
Sonntag, den 27. Februar 2011
WDR - 22:15 bis 23:15 Uhr