Stammtisch Kölner Karnevalisten: Präsentationsabend mit Abschied und Ehrung.
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Den letzten großen Vorstellabend des Jahres richtete der Stammtisch Kölner Karnevalisten (StKK) aus. Das Licht im Festsaal des Maritim Hotels erlosch, denn die Veranstaltung begann mit einer Lasershow von Lutz Kniep. Mit Liedern wie „Wenn et Trömmelche jeht“, „Music was my first Love“ oder „Stammbaum“ hieß „Dä Mann met d'r Trööt“ die Gäste im Saal willkommen. Jürgen Blum, 1. Vorsitzender und Baas der Künstlervereinigung, begrüßte die „alten Meister“ Hans Hachenberg, Karl-Heinz Jansen sowie Ludwig Sebus, und übergab das Mikrophon an Moderator Bruno Eichel. Die Vorstellungen konnten beginnen.
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Als erste präsentierten sich „Blom un Blömcher“ in Clowns- kostümen und gaben als „Flitsch, Flötsch un Schlauch“ ein Krätzchen zum Besten. „Su hätt et för 50 Johr jeklunge.“, beschrieb Hannes Blum die Hommage an frühere Zeiten. Zum Lied „Knallrute Pappnas“ kamen die Kinder- und Jugendtanzgruppen „Kammerkätzchen und Kammerdiener“, „Rheinmatrosen Minis“ und „De Höppemötzjer“ auf die Bühne, natürlich passend zum Motto mit roten Pappnasen. Ein schönes Bild mit „Altbewährten“- sowie Nachwuchs-Karnevalskräften und eine wunderbare Einstimmung!
Kleine und später auch große Tänzer, darunter „Kölsch Hännes'chen“, „Kölner Rheinveilchen“ und die „Cheerleader des 1. FC Köln“, stellten ihr Können mit spektakulärer Akrobatik zu schnellen Rhythmen bestens unter Beweis und strahlten ihren Spaß am Tanzen absolut aus. Die Vorfreude auf die kommende Session war deutlich zu spüren.
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Die Abräumer unter den Rednern waren an diesem Abend „Ne Hausmann“ (Jürgen Beckers) und „Ne Kölsche Schutzmann“ (Jupp Menth). Ersterer ließ sich über seine „Amalgam-Hochzeit"
(„Immer noch die erste Frau, aber die dritten Zähne!“) aus. So berichtete er beispiels-weise von einer gemeinsamen Reise mit dem Traumschiff, von Königswinter nach Unkel mit Landgang in Bad Honnef. Seine Frau war natürlich enttäuscht, von wegen Traumschiff. „Na gut, dann fahren wir nächstes Jahr bis Linz!“. Mit seinen Pointen-reichen Ausführungen über das Eheleben erntete Jürgen Beckers Standing Ovations und bekam nach seinem Auftritt ein Geburt-stagsständchen. Redner-Kollege Jupp Menth befasste sich in seinem Vortrag unter anderem mit einer momentan in Köln kursierenden Thematik. „Dat mit dem Ent-Kölschen geht nicht. Dann tut doch'n Dolmet-scher in den Backstage-Bereich!“ Gesagt, getan und schon übersetzte die Stimme von „Schlawiner“ Walter Schweder aus dem Off kölsche Redenswendungen wie „Sidder all do?“. Kölner aus dem öffentlichen Leben, Charity-Ladies am roten Teppich und andere Damen nahm er ebenfalls auf’s Korn: „Frauen dürfen keine Pastöre werden, da sie das Beichtgeheimnis nicht halten können.“ Dafür gebührten auch ihm Standing Ovations. Nach verklungenem Applaus gab Jupp Menth seinen Abschied bekannt: „Für den großen Karneval wor dat für mich das letzte Mal. Beim Vorstellabend sollte es ja um den Nachwuchs gehen.“ Mit diesen Worten sprach er einigen im Saal aus der Seele. Er bedankte sich und wünschte den Veranstaltern ein glückliches Händ-chen, „denn der Karneval macht gerade eine große Wende“. Dass sie für diese gewappnet sind, bewiesen auch Hedwig Sieberichs als „Engel Hedwig“ sowie Kajo Kistemann und Rainer Krewin-kel als „Botz un Bötzje“. „Der Jumbo unter den Engeln“ oder „La Donna pummelig“, wie sie sich selbst nannte, nahm ihre Figur auf die Schippe und berichtete auf charmant freche Art von ihren Problemen beim Fliegen sowie ihrem CO2-Ausstoß. Die Rolle passt absolut, weiter so! „Botz un Bötzje“ überzeugten mit ihrem Zwiegespräch und zogen dabei, wie üblich, über die Düsseldorfer her: „Weiste warum Düsseldorfer kein Verstecken spielen? Die sucht doch keiner!“. Der Applaus sprach für sich.
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Musikalisch ging es beim StKK ebenfalls hoch her. Die „Domstädter“, unter der Leitung von Thomas Sieger, begeisterten das Publikum unter anderem mit ihrem Karnevals-Medley aus "Halleluja" von Brings, "Haifischzahn" von Hanak und "Schenk mir Dein Herz" von den Höhnern sowie natürlich mit „Highland Cathedral“, in Köln bekannt geworden als "Du bess die Stadt“. Spitzenreiter im sich selbst feiern ist nach wie vor die „Querbeat Brass & Marching Band“. Mit ihrem Bläck-Fööss-Medley und den Eigenkompositionen „Colonia Tropical“ aus dem Vorjahr und dem neuen „Allez Olé Alaaf“ steckten sie das Publikum an. Der Rhythmus machte die Runde im Saal. Des Weiteren präsentierten „rubbedidub“, die „Krageknöpp“ und die „Cölln Girls“ ihre drei auserwählten Songs für den Abend. Zum krönenden Abschluss eroberten die „Räuber“ die Bühne. Doch bevor die Jubilare loslegten, überreichte ihnen Jürgen Blum eine Ehrenurkunde sowie jeweils eine goldene Nadel für ihre 20-jährige Mitgliedschaft beim StKK. Umrahmt von den Cheerleadern des 1. FC Köln, die vor ihnen aufgetreten waren, ließen sich die fünf Musiker bei „Colonia“, „Su lang die Botz noch hält“, „Boogie Woogie un Beethoven“ und dem Walzer „Wunderbar“ vom Publikum feiern. Zum großen Finale zogen dann alle Künstler des Abends nochmal auf die Bühne. Ein schönes Abschlussbild!
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(Fotos: (c) Annette Quast)