Regimentsexerzieren mit „Raumschiff“, goldenem Verdienstorden und trifolischen Paten.
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Als die elf Rekruten der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. den letzten Kölner Korpsappell als singende Tünnese eröffneten, ahnten sie nicht im Geringsten, welche Überraschung ihnen zur Vereidigung bevorstand. Doch bis es so weit war, präsentierten die vier Knubbel ein herrliches Bühnenprogramm rund um die Pappnas, das sich mit so mancher Beförderung sowie Ehrung abwechselte.
Den Anfang machte der 3. Knubbel, der das Publikum mit seiner „KSS Dillendopp“ auf die „Stäänebasis Alaaf 11“ entführte. Die Mission der Raumschiff Crew lautete, die Nase zu finden, auf der noch keine Pappnase ist. Diese ward auf Kurs 4711 gefunden, jedoch in depressiver Verfassung. So galt es eine Session für den seelischen Ausgleich der Nase zu finden. Ein Loch bei den Roten Funken im Rosenmontagszug war die Lösung. So wurde die Nase von der Lazarett-Station mitten in den Zooch jebeamt. Nase genesen, Mission erfüllt... Und wer weiß, vielleicht spielt der 3. Knubbel eines Tages in einer neuen Episode von „Raumschiff Surprise“ mit. Op Kölsch versteht sich.
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Nach diesem schauspielerischen Funken-Blick in die Zukunft bewies der 1. Knubbel erneut sein tänzerisches Talent. Schließlich wollte man sich nicht auf dem Erfolg von 2011 ausruhen. Dies fand auch Bettina van Hasselt von der gleichnamigen Tanzschule und studierte mit den „Traumtänzern“ eine Choreographie auf ein Potpourri zum Sessionsmotto mit Liedern wie „... mit ner Pappnas jebore...“ ein. Was für ein Anblick.
Der 2. Knubbel verwöhnte die Anwesenden mit musikalischen Einlagen, intoniert von zwei Gästen sowie einem Roten Funken. Thomas Cüpper gab als „Et Klimpermännche“ Gassenhauer von Willi Ostermann zum Besten, Oliver Hoff mimte Willi Millowitsch und Ludwig Sebus erntete mit seinen Liedern wie „Vun Düx noh Kölle“ Standing Ovations. „Damit hat der 2. Knubbel uns an die Tradition der Krätzchensänger der damaligen Zeit erinnert. Danke dafür.“, betonte Heinz-Günther Hunold, Präsident und Kommandant der Gesellschaft.
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Last but not least persiflierte der 4. Knubbel die gerade stattfindende Veranstaltung – das Regimentsexerzieren. So bekam das Publikum einen Einblick in die Findung sowie Vergabe der Biernamen der neuen Funken, erlebte einen Schnelldurchlauf an Ehrungen und ward Zeuge der Programmüberlegungen. „Da muss de Luff brenne!“ Doch anstatt der angedachten Kleeblatt-Band BRINGS betrat Marie Luise Nikuta die Bühne. Herrlich, wie sich der 4. Knubbel selbst sowie die Corpskameraden auf die Schippe nahm. „Schön habt Ihr das gemacht. So richtig aus dem Leben gegriffen.“, kommentierte die „Laachduv vun d'r Ülepooz“ schmunzelnd.
Aus der Puste kam der Präsident bei den Beförderungen sowie den Ehrungen der langjährigen Mitgliedschaften, darunter Ehren-Corps Adjutant Georg Buhs und Hans-Joachim Klein mit 55 Jahren, jedenfalls nicht. Die höchste Auszeichnung des Abends, den Verdienstorden in Gold, überreichte Markus Ritterbach, Präsent des Festkomitee Kölner Karneval, mit bewegenden Worten an den ehemaligen Literaten Wolfgang Meier, der in 2011 sein Amt nach 12 Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste. Umringt von den anwesenden Tanzpaaren der Traditionskorps nahm dieser die Ehrung gerührt entgegen.
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Zu seinen Ehren und zur Freude der Gäste im Saal zog nun das gesamte Corps auf die Bühne. Darunter befanden sich auch die Rekruten, die ihrer Vereidigung entgegen fieberten. Doch noch mussten sich die 11 in Geduld üben, denn das Tanzpaar Martina Pourrier und Pascal Solscheid war an der Reihe und begeisterte mit seinen unter der Leitung der neuen Trainerin Andrea Schug einstudierten Sessionstänzen. Und das sollten nicht die letzten Tanzeinlagen des Abends gewesen sein. Als Überraschung bahnte sich das Kölner Dreigestirn samt seiner Equipe den Weg zur Bühne, stellte sich auf seine persönliche musische Art vor und fungierte bei der Vereidigung auf die Fahne der Roten Funken als trifolische Paten.
Das hätten sich die Rekruten, die nun auf folgende Funken-Namen hören, niemals träumen lassen:
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Björn Brinkmann – PlüschPrumm
Dirk Ernst – Kayjaß
Frederic Maria Hüsch – KnuutschKugel
Frank Kern – SparjelStecher
Ralf Klix – PappNas
Alexander Kronenberg – FläschMopp
Jörg Pütz – Tünnes
Stefan Sievers – Brunge Jupp
Sven Tenhaaf – Meiers Kättche
Jonas Warmbrunn – Rubbedidupp
Sascha Weiser – Schäl
Der traditionelle große Zapfenstreich zum krönenden Abschluss des wundervoll kurzweiligen Corps-appells bestätigte ihnen jedoch, dass es kein Traum sondern Realität war.
(Fotos: (c) Annette Quast)