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Auch dritter Waschgang von "Nightwash - Der Sommerclub"  2011 war ein voller Erfolg.

 

Anscheinend hat sich Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser bei der Juli-Ausgabe von „Nightwash – Der Sommerclub“ im Theater am Tanzbrunnen äußerst wohlgefühlt. Denn auch bei der dritten Ausgabe wurden die Zuschauer vom Tanz-brunnen ins Theater umgeleitet. „Das ist wieder ein suuuuuuuuper Open-Air. Was ist mit dem deutschen Sommer? Der ist dieses Jahr wohl an den DAX gekoppelt.“, begrüßt der Erfinder und Moderator der Kult-Comedy-Show seine Gäste. Nachdem die Frage nach „Nightwash“-Neulingen geklärt war, klärte er diese auf: „Man kann in Deutschland nicht einfach Spaß haben. Erst muss die Kernkompetenz geklärt werden.“ Doch zum Glück ist es in der Domstadt leichter. „Du ziehst nach Köln und kannst singen. Kommt ein Auto mit Musik vorbei, gehen die Armen automatisch hoch.“, so „Knacki“ Deuser. Ständig Stimmung eben! Diese brachte dann auch sogleich Dave Davis als erster Comedian des Abends ins Theater. Dabei nahm er in seiner Bühnenrolle als „Motombo Umbokko“ die ein oder andere deutsche Marotte auf die Schippe. „Die Deut-schen sitzen auf der Couch und streiten sich über den Namen. Bei uns ist das anders. Du musst doch erst mal gucken, was Du da hast!“, beschreibt der Comedian die Unterschiede bei der Namensgebung des Nachwuchses.

 

Frank Fischer, Comedian des Abends Nr. 2, machte sich dagegen über Werbung lustig. Insbesondere über in Dialekt gesprochene Spots, die er vortrefflich imitierte. Als I-Tüpfelchen sprach er die „Carglas“-Werbung sogar als Pate. Einfach herrlich! Bei der „Fielmann“-Werbung mit einem alten Ehepaar kam er aus dem Wundern gar nicht mehr heraus: „Optiker bei Fielmann. Wer hätte das gedacht?!“. Das brachte ihn wiederum zu einer allgemeinen Herausforderung unserer Gesellschaft. „Kommunikation ist nicht einfach. Die modernen Kommunikationsmittel vereinfachen das nicht gerade. Viele Leute, die Selbstgespräche führen, setzen sich zur Tarnung ein Headset auf!“, mutmaßt Frank Fischer.

 

Als nächster berichtete Philip Simon darüber, wie seine Kindheit in den Niederlanden verlaufen ist – bei 4 Metern unter NN. „Wir sind früher nicht in die Disco gegangen. Wir haben geraucht und Radio geguckt, in Farbe. Aber die Schweizer kiffen mehr! Wie soll man sich sonst die Toblerone erklären?! Eine Schokolade, mit der man sich die Vorderzähne abbrechen kann. Und keine andere Armee auf der Welt zieht mit Schraubendreher und Korkenzieher in den Krieg.“, so Philip Simon. Auch vor den Politikern machte er nicht Halt, doch „es ist überall derselbe Käse. Bei unserer Politik ist es dasselbe in oranje!“. 

 

Um die Pause mal etwas anders einzuläuten, verkörperte das Duo KaiRo (Robeat feat. Kai Eikermann) die Funktionsweise eines Kaffeeautomaten inklusive Milchaufschäumer. Einfach nur klasse! Ihr weiteres Können, eine Kombination aus fetten Sounds und krassen Bewegungen, präsentieren die beiden Comedians im zweiten Teil der Kult-Comedy-Show. Ein Augen- und Ohrenschmaus der besonderen Art. Weitere Kostproben, ob schwarzer Humor von Dave Davis, abstruse Gedanken von Frank Fischer, Konfronta-tionen mit niederländischer Lebensweisheit von Philip Simon oder unge-wöhnliche Anblicke und Töne à la KaiRo, gaben den Lachmuskeln der Zuschauer einiges zu tun. Alles in Allem bot „Knacki“ Deuser seinem Publikum erneut eine perfekte Comedy-Mischung mit grandiosen Musik-einlagen seiner „Band“ Alex Flucht. Das lässt hoffen, dass „Nightwash – Der Sommerclub“ auch im kommenden Jahr den Tanzbrunnen erobern bzw. sich vielleicht sogar langfristig auf Köln's beliebter Bühne etablieren wird. Wer weiß?!

 

(Fotos: (c) Annette Quast)

 


 

„Nightwash - Der Sommerclub“: Lachsalven & Boygroup-Qualitäten im Indoor-Biergarten. 

 

„Das ist das schönste Open-Air, das ich je gespielt habe!“, begrüßt Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser, Erfinder und Moderator der Kult-Comedy-Show „Nightwash“, seine Gäste und hat direkt die Lacher auf seiner Seite. Denn eigentlich sollte „Der Sommerclub“ unter freiem Himmel stattfinden, doch aufgrund der Wetterlage verlegte Veranstalter KölnKongress den Comedy-Abend in Biergarten-Atmosphäre kurzerhand ins Theater am Tanzbrunnen. „Wir sind extra umgezogen und jetzt regnet es gar nicht.“, bemerkt der Moderator, dafür blieb jedoch an diesem Abend kaum ein Auge trocken. 

 

Nachdem „Knacki“ Deuser den Neulingen im Publikum das „Prozedere“ erklärt, „Wenn Ihr mal Spaß haben solltet, dann teilt es Eurem Gesicht mit!“, und das „Lach-Warm-up“ vollbracht hatte, eroberte Sebastian Pufpaff die Bühne. Im schicken Anzug mit Bügelfalte erörterte der Gewinner des Prix Pantheon 2010 sogleich, dass es sich bei seinem Nachnamen nicht um einen freiwillig gewählten Künstlernamen handelt: „Ich hatte eine schwere Kindheit, so musste ich mich entscheiden: Wat wirste, depressiv oder witzig?!“. Zum Glück wählte der „Erklärvater“ letztere Variante und bewies dies mit herrlichen Ausführungen über ein vier-tägiges Schlagstock-Training bei der Polizei und Anekdoten zur DB.

 

„Jetzt kommt mein Lieblingsstudent!“, freut sich „Knacki“ Deuser auf den nächsten Comedian, David Werker, der zu den Tönen von Nightwash-Band Alex Flucht die Bühne betritt. So war auch gleich klar, welche Thematik nun folgen sollte. „Ich bin Germanistikstu- dent, jedoch nicht auf Lehramt oder Magister sondern auf gut Glück. Mein Motto lautet ‚Der späte Wurm überlebt den Vogel.‘ und ‚Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!‘.“, verkündet David Werker. Des Weiteren ließ er sich unter enormen Lachsalven des Publikums über SMS-Bombardements mit einer Smiley-Armada seiner Freundin (*einsamfühl*) sowie der Entscheidung zwischen einem Ballermann-Urlaub mit den Kumpels und einem Holland-Wochenende mit besagter Freundin aus. Einfach nur klasse! 

 

Ein kurzer Blick ins Publikum blieb nicht ohne Kommentar. „Verschränkte Arme, das ist die typische Konsumhaltung: ‚Bis jetzt war’s ganz gut, schau’n wer mal, wie’s weitergeht.‘ Es gibt zwei Grundstimmungen, entweder ich habe Spaß oder ich bin gezwungen worden.“, analysiert „Knacki“ Deuser den Spaßfaktor der Comedy-Fans. Wer sich bis jetzt zu keiner Gesichtsregung durchringen konnte, dem half nun Robbi Pawlik gewaltig nach. Als „Bademeister Schaluppke“ erzählte er, wie Poolnudel oder „dötschen“ in anderen Dialekten genannt wird und wie er sich mit den Kids der heutigen Zeit rumschlägt („Darf ich Acapulcotower?“, „Was? Ich bin doch nicht die Super-Nanny für Pisa-Oper!“). Das steigerte Robbi Pawlik noch durch sein geschmeidiges Synchronschwimmen. Nicht zuletzt weiß jetzt jeder „Wer dötscht, muss duschen!“.

  

Last but not least gab Luke Mockridge, das Comedy-Nesthäkchen des Abends, Episoden aus seiner Schulzeit zum Besten: „Die Schule war für mich ein rotes Tuch. Wir sind sechs Jungs zu Hause, ich hätte gerne eine Schwester gehabt - für die sensiblen Themen!“. Stattdessen wählte der Justin Bieber der Comedy-Szene die Musik, um seine Gefühle auszudrücken. Da die Technik die Gitarrentöne von Luke Mockridge nicht lauter stellen konnte, schnappte sich „Knacki“ Deuser ein Mikrophon und kniete sich damit vor ihn. Somit war dieser auch auf den hinteren Bierbänken zu hören und der Moderator erntete dafür ein spontanes „Oh Oh Knackiiiiie, ich han mich verlore…“ Nee, wat schööööön! Nach dem Song „Du liebst Harry Potter“ war dann auch leider der Auftritt von Luke Mockridge vorbei.

 

Vorerst, denn das Gute am wetterbedingten Umzug von der Open-Air-Bühne ins Theater war die Tatsache, dass das offizielle Ende um 22.00 Uhr indoor nicht eingehalten werden musste. Deshalb gab es nicht nur den allgemeinen Schlussapplaus sondern zudem eine Zugabenrunde. Diese krönte „Bademeister Schaluppke“, indem er den heutigen Disco-Tanzstil zeigte und damit seine Bühnenkollegen ansteckte. Gemeinsam zelebrierten die Comedians den Move, zu den Gitarrenklängen von Alex Flucht, und ließen damit so manche Boygroup blass aussehen! 

 

(Fotos: Annette Quast) 

 

Fazit: Ein genialer Abend mit top Comedians, einem Schlagabtausch an Lachsalven und großartigem Finale. Man darf schon auf den letzten Termin der Saison gespannt sein!

 

 

"Nightwash - Der Sommer Club", u.a. mit Dave Davis

 

Termin: 8. September 2011

Beginn: 20.00 Uhr / Einlass: 19.00 Uhr
Tickets: VVK 15,00 Euro (zzgl. VVK-Gebühren) / Abendkasse: 20,00 Euro

Weitere Informationen zur Kult-Comedy-Show unter
www.nightwash.de