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Künstlerin des Monats Mai 2010


Diesen Monat möchte ich Ihnen die Entertainerin Angela Krüll aus Köln präsentieren.



Bereits im Alter von vier Jahren stand Angela Krüll das erste Mal mit dem Lied vom „Makkaroni-Mann“ auf der Bühne, nur leider endete der Auftritt aufgrund eines Malheurs mit den heißen Makkaroni eher unschön. Doch davon ließ sich die kleine Angela nicht entmutigen, und präsentierte bei einer weihnachtlichen Familienfeier ein eigens geschriebenes Weckmann-Gedicht und „Ihr Kinderlein kommet“ auf der Blockflöte. Ausdrückliche Bitten der Verwandtschaft, von solchen Darbietungen zukünftig abzusehen, veranlassten die Eltern von Angela Krüll die eingeschlagene Richtung zu ändern und meldeten sie statt dessen zum Ballett an. Das Interesse hielt aber nicht lange vor, und sie entschied sich für Basketball. Glücklicher Weise brachte der Besuch der Mädchen-Realschule „Mater Salvatoris“ die Kehrtwende in Richtung Bühne, denn dort wurde die künstlerische Förderung der Schülerinnen groß geschrieben. Theaterstücke, Ballett-Aufführungen und ausgiebiger Handarbeitsunterricht gehörten mit zum Lernpensum. In letzterem ging Angela Krüll völlig auf, und absolvierte nach erfolgtem Schulabschluss - entgegen der ursprünglichen Bühnenambitionen – eine Ausbildung zur Damenschneiderin. Weitere Ausbildungen folgten, und nach Zwischenstopps in Berlin und Dresden verschlug es die gebürtige Kölnerin zurück in die Domstadt.



Die Liebe zum Gesang war immer da, und ließ auch in den Zeiten, in denen sie anderen „Berufungen“ folgte, nicht nach. So zog es Angela Krüll zurück auf die Bühne. Sie begann mit dem „klassischen Einsteigerpaket“ für Sängerinnen, den Liedern der Zarah Leander, kam von da aus zum Jazz und Swing und singt mittlerweile alles, was und wie es ihr Spaß macht: Englisch, (Hoch)Deutsch oder Kölsch - laut, leise, ernst oder lustig. Daraus entwickelte die Entertainerin  „Die Eine-Frau-Singt-Erzählt-Lacht-Tanzt-Abendvorstellung“, mit der sie erfolgreich auftritt. Im Laufe der Zeit haben sich die Leidenschaften Singen und Nähen der äußerst kreativen Künstlerin zusammen gefunden. Da es sie wenig reizt, normale Alltagsbekleidung für den täglichen Gebrauch zu nähen, ist sie dazu übergegangen ihre Bühnenkostüme und Bühnenbilder selber zu entwerfen und herzustellen. Eines dieser Ergebnisse ist das Reisewohnzimmer zu ihrer One-Woman-Revue „Privat bin ich ganz anders – künstlerisch!“. Darin plaudert und singt die Entertainerin über das Leben, Steuerseminare, Glückskekse, Liebe und Weltherrschaft - ein bisschen größenwahnsinnig, böse und ziemlich skurril.


Aber nicht nur beim Nähen sondern auch beim Stricken arbeitet die Künstlerin mit schnellen Nadeln. Sehen Sie selbst:





Durch diesen etwas lang geratenen Schal entwickelte die Kölnerin die Idee, den kürzesten Mottoschal zu stricken. Im März 2010 startete sie deshalb das FotoKunstProjekt „Ein Mottoschal geht um die Welt“. Damit möchte Angela Krüll ihren Beitrag leisten, kreative Wege aus der Krise zu finden und hofft viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen, die sie bei diesem Projekt unterstützen und mit dem Mottoschal weltweit kreativ in Aktion treten. Der Mottoschal ist nicht als kurzfristiges oder einmaliges FotoKunstProjekt gedacht. Ganz im Gegenteil. Im Moment geht es zwar erst einmal darum weltweit viele Menschen zu finden, die mitmachen, aber es bietet sich bei den vielfältigen Beiträgen mit Sicherheit an, zu einem späteren Zeitpunkt die eine oder andere Ausstellung zu organisieren oder andere gemeinsame Aktionen zu entwickeln und zu verwirklichen. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer die Aufmerksamkeit und der Erfolg des Projektes. 


Was ist zu tun: Angela Krüll übergibt Ihnen einen 'wegweisenden' Mottoschal, Sie gehen mit offenen Augen durch die Welt, machen ein Foto von Ihrem 'Weg aus der Krise' und stellen dieses Foto auf der Webseite www.flickr.com oder www.facebook.com in die Gruppe "Mottoschal" ein. Gerne können Sie den Mottoschal aber auch als Skulptur, Gemälde, Video, Kollage, Gedicht, Kinofilm, Jazzimprovisation, Oper, Roman, Fernsehreportage, Musical, Theaterstück oder Poetry Picture Slam verarbeiten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!


Weitere Informationen: Gebrauchsanleitung und Strickmuster für Selbststricker




Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Angela Krüll



Doch nun zurück zur Bühne:


Da zur kölschen Lebensart natürlich auch der Karneval gehört, begab sich die Gewinnerin des „Loss mer singe“-Castings 2008 in den Sessionen 2008/2009 und 2009/2010 mit ein paar Auftritten in das jecke Getümmel einiger Sitzungen. Die quirlige Powerfrau fing Feuer und wollte mehr davon. So entwickelte sie ihr neues Programm „Et jeiht mer jot“, mit dem sie am 15. September 2010 Premiere im Ersten Kölner Wohnzimmertheater feiert. Dabei entführt Angela Krüll ihre Gäste mit kölschen Liedern und Texten in die Kölner Gegenwart und Vergangenheit. Ein wenig Karneval ist natürlich auch dabei, alleine schon durch den mittlerweile 100 Meter langen Mottoschal. Wie beim regulären 'Lappen' gibt es auch an diesem Abend einen Theorie- und einen Praxisteil mit samt persönlichem Führerschein zum Mitnehmen. In der kommenden Session wird sie dann öfter als Programmpunkt bei Sitzungen anzutreffen sein.


Tipp: Machen Sie sich selbst einen Eindruck von Angela Krüll, es lohnt sich!!!