"Kunst am Waidmarkt" stellt Werke von Heinz Schmeddeshagen aus.

Ein
Formel-1-Renner im Polizeipräsidium ist ein eher ungewöhnlicher
Anblick, doch zumindest wird er dort gut bewacht. Präsentiert wird der Toyota-Bolide gemeinsam mit Gemälden von Heinz Schmeddeshagen. Der bekannte
Phantombildzeichner der Kriminalpolizei NRW, des LKA und BKA stellt
anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstag in Kooperation mit dem
Verein "Kunst am Waidmarkt" aus.
Mit den Songs "Imagine" und "Hey June" eröffnete der Polizeifrauenchor Köln die Vernissage im Forum 1 und 2 des Polizeipräsidiums Köln-Kalk. Die Begrüßung der Gäste übernahm Polizeipräsident Klaus Steffenhagen persönlich und bedankte sich für den langjährigen Einsatz von Schmeddeshagen im Dienste der Polizei. Doch die Laudatio trat er gerne an Prof. Dr. Georg Kroeger, Soziologe, Philosoph, Kunstsammler und Freund des Künstlers, ab. "Schon im Vorschulalter zeichnete er mit Begeisterung Gesichter, ließ sich später als Chemigraf, Lithograf und Grafiker ausbilden, studierte Kunst und Design. So kam es auch, dass er als Schnellzeichner berühmt wurde." berichtete Prof. Dr. Kroeger. Genau dieses Talent führte ihn zur Polizei. "Mittlerweile übernimmt der Computer die Phantombilder, aber trotzdem ist Heinz Schmeddeshagen nicht arbeitslos geworden. Er bekam Anfragen, das erste Auto von Kunden in Öl zu portraitieren." führte der Kunstsammler weiter aus. Ein neues Arbeitsfeld war entstanden und auch Michael Schumacher gehört zu seinen Kunden.
In seiner Ausstellung zeigt Heinz Schmeddeshagen Portraits von Prominenten, Autos und Tieren, denn in seinen Augen haben sie alle etwas gemeinsam - Ausstrahlung. Seine Gabe als Schnellzeichner stellte er zwar vor Ort nicht unter Beweis, aber er gewährte einen Einblick in alte Zeitungsartikel mit seinen Phantombildern. Zudem überreichte er Polizeipräsident Steffenhagen ein Portrait als Dankeschön für die Möglichkeit zur Ausstellung.


Fotos: Annette QuastDie Werke des Künstlers sind noch bis zum 07.02.2010 im Präsidium Köln-Kalk zu sehen.