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"Inside Out": 15 Künstler präsentierten im Kunsthaus Rhenania ihre Selbstbilder.

 

Vom 21. Juli bis 4. August begeisterte das Kunsthaus Rhenania über 100 Besucher mit der Ausstellung "Inside Out - Künstlerische Selbst-Bilder". Zur Entwik-klung dieser Gemeinschaftspräsentation setzten sich 15 Künstler ein Jahr lang alleine und im Austausch mit den Kollegen unter Anleitung von Professor Cindy Gates mit Fragen zur eigenen Person auseinander. Die Ausstellung zeigte die Ergebnisse dieses Prozesses. Die Beteiligten (Gaby Baltha, Pia Blümig, Cindy Gates, Thomas Henninger, Anja Kopylkow, Katrin Lingen, Ulrike Martens, Vera Menchen, Uwe Möller, Stefan Peters, Erika Anna Schumacher, Renate Schütz, Traudel Strieve, Tina Delia Umlauf und Birgit Petrasch) wollten dabei nicht lediglich die Selbstmarketing-Oberfläche darstellen, die jeder Mensch in der modernen Industriegesellschaft besitzt oder sich bewusst zulegt, sondern tiefer gehen und den Menschen hinter dieser Fassade entdecken und zeigen.

 

In den Arbeiten spiegelten sich die unterschiedlichen Positionen der Künstler wider. Eine Video-installation zeigte einen Mann, der auf einer 25 Meter langen Bahn immer wieder frontal auf den Betrachter in einer nie endenen Wiederholung zuschwimmt. In einer Fotoserie waren Körperland-schafen ähnlich wie rauhe Felsformationen zu finden, und alltägliche Porzellanteller wurden durch Fotografieaufdrucke zur originellen Installation, in der die Künstlerin verschiedene Rollenklischees darstellte. Mit dem inneren Schweinehund des Men-schen befasste sich ein riesiger Comic, der sich aus vielen Einzelbildern zusammensetzte. Aufgrund der wechselnden Gestaltungsmittel und vielschichtigen Positionen zum Thema Selbstbild, war die Ausstellung multiperspektivisch. Die Kunstwerke forderten den Betrachter heraus, mit der Sicht auf sich selbst zu experimentieren, und sich der menschlichen Frage zu stellen „Wer bin ich?“.

(Fotos: Jennifer Held)

 


 

Kunsthaus Rhenania: Vernissage "Business - Burlesque" lockte knapp 100 Besucher an.

 

"Kleine Fehler machen Akteure menschlich." - Dies beweisen die beiden Fotografen Heiko Specht und Markus Lokai in ihrer Ausstellung "Business - Burlesque" im Kunsthaus Rhenania. Knapp 100 Gäste betrachteten bei der Vernissage die völlig verschiedenen Welten der beiden.

 

Ganz in sich und ihre Situation versunken erscheinen dem Betrachter die Protagonisten von Heiko Spechts Fotogra-fien mit dem Arbeitstitel „Business on stage“. Mehr als sechs Jahre fotografierte Specht auf den wichtigen Leitmessen in Deutschland diese Menschen, und stellt sie in seinen Werken als Akteure einer Bühnenwelt dar, die fernab der Realität ihre eigenen Regeln, Umgangsformen und Kostüme besitzt. Fasziniert suchten die Besucher der Vernissage in den Fotografien nach persönlichen Zügen und kleinen, mensch-lichen Schwächen der Businessleute, um dadurch hinter die Fassade der Messewelt zu blicken. Und tatsächlich fand sich hier ein hässlicher Stützstrumpf, eine verwelkte Tulpe oder ein müder Gesichtszug.

 

Kleine Macken und Fehler erkannten die Betrachter auch in den Fotografien von Markus Lokai. Er holte die Tänzerinnen der New Burlesque von der Bühne in sein Fotostudio. Zwar verblieben die Tänzerinnen während der Studioaufnahmen mit ihren pompösen Kostümen und dem starken Make-Up in ihren Bühnenrollen. Doch während sie auf der Bühne perfekt und ungreifbar erscheinen, sieht der Betrachter der Fotografien auch den Menschen hinter den Rollen wie „Wanda Widowmaker“ oder „Pink Champagne“. Denn Muttermale, zu groß geratenes Schuhwerk oder auch und kleine Adern auf der Haut lassen de Burlesque-Tänzerinnen menschlicher erscheinen. Ihr tänzerisches Können präsentierten die Frauen dann auch während der Vernissage, als Höhepunkt der Ausstellungseröffnung.

                                                                                         (Fotos: Jennifer Held)

 

Die Kunstausstellung „Business - Burlesque“ ist 

 

dienstags bis freitags jeweils von 15.00 bis 19.00 Uhr,

samstags und sonntags von 13.00 bis 18.00 Uhr

 

geöffnet. Montags ist die Fotoausstellung geschlossen.

Die Finissage findet am Sonntag, 17. Juli 2011 von 13.00 bis 17.00 Uhr statt.

 

Ausstellungshalle im Kunsthaus Rhenania
Bayenstraße 28, 50678 Köln
www.rhenaniakunsthaus.de

 


 

Kunsthaus Rhenania: Mehr als 300 Besucher tauchten in surreale Welten ein.

 

Die vier Kölner Künstler Franz van der Grinten, Jun Kim,  

Elke Kim und Tony Strnad (v.l.) luden vom 17. bis 29. Mai zur Ausstellung "Die Vitruvianer" in das Kunsthaus Rhenania am Rheinauhafen. Dort zeigten sie anhand von Malerei, Fotografie, Objekt- und Videokunst jeweils ihre ganz persönliche Sichtweise auf den vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci. Die Lehre über die per-fekten Proportionen des Menschen von da Vinci diente dabei als Ausgangsthema für die gemeinsame Ausstel-lung. Mehr als 300 Besucher waren dieser Einladung gefolgt und tauchten damit in surreale Welten ein bzw. setzten sich mit Alltagsthemen wie die Suche nach dem Glück oder der Liebe auseinander.

 

Die Konzeptkünstlerin Elke Kim war durch ihren Sohn auf die Idee zur Ausstellung gekommen. Jun Kim ist Fotograf und erarbeitete im vergangenen Jahr 2010 eine Fotografie-Reihe, in der er Menschen mit verformten Proportionen darstellte. Dennoch besaßen diese Fotografien für Elke Kim Schönheit und Ausstrahlung. „Es ist nicht immer schön, was nach außen hin so scheint und umgekehrt“, erläuterte Elke Kim. Diese Fotoserie veranlasste sie zur Auseinandersetzung mit dem vitruvianischen Menschen und so entwickelte sie die Ausstellungsidee. Dafür konnte sie dann drei weitere Künstler gewinnen, die gemeinsam fast zwei Wochen lang im Kunsthaus Rhenania ausstellten. Die Besucher sahen in der Ausstellung beispielsweise großformatige Naturland- schaften von Elke Kim, welche als Meeresblick oder hoch aufragendes Bambusfeld die innere Gedankenwelt des Menschen repräsentierten. In seinen Fotografien zeigte Jun Kim surreal wir-kende Szenen, die allerdings mit echten Darstellern an realen Orten inszeniert wurden. Die filigran gearbeiteten Objekte von Tony Strnad zeigen jeweils einen eigene, in sich geschlossene Welt. Der Künstler greift thematisch Ängste, Sehnsüchte und Träume auf, die jeder Mensch kennt, wie etwa Tod oder Liebe. Der vierte Künstler, Franz van der Grinten, bewies den Besuchern, dass sie etwas sehen können, obwohl es augenscheinlich nicht da ist. Seine Werke sind Vorhänge, hinter denen sich all das verbergen kann, was der Zuschauer dahinter vermutet. Die vier beteiligten Künstler zogen am Schluss ein positives Fazit. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf der Ausstellung und dem Zuspruch der Besucher“, sagte Elke Kim.

 

                                                                                (Fotos: Jennifer Held)