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Künstler des Monats Juli 2010


Diesen Monat möchte ich Ihnen Jongleur und Feuerkünstler René Albert aus Köln vorstellen.


Als René Albert 1990 im Park auf einen Mann traf, der mit fünf Bällen jonglierte, ahnte er nicht im entferntesten, dass seine berufliche Zukunft einmal so aussehen würde. Der damalige Auszubildende zum Einzelhandelskaufmann war von diesen Fingerfertigkeiten so fasziniert, dass er sich das Jonglieren selbst beibrachte, anhand von Zeichnungen und Beschreibungen eines Buches. 1994 lernte der Hobby-Jongleur dann einen mittelalterlichen Gaukler kennen, der mit der Jonglage seinen Lebensunterhalt verdiente. Von diesen Aussichten angesteckt verkaufte er ein Jahr später seinen Tante-Emma-Laden, um sich völlig der Jonglage zu widmen. Er suchte andere Jongleure auf, um so viel wie möglich zu lernen. Ein prägendes Erlebnis war der Besuch der Europäischen Jonglier- Convention in Göteborg (Schweden), auf der knapp 2.000 Jongleure aus ganz Europa für eine Woche zusammenkamen, um ihr Können zu zeigen, sich auszutauschen und neue Tricks zu lernen. Zurück in der heimatlichen WG, einer alten Methodistenkirche mit einer Deckenhöhe von sieben Metern, verbrachte er jede freie Minute mit dem Werfen und Fangen von Gegenständen und dem Verbessern seiner Fähigkeiten. 1996, sechs Jahre nach seinem Schlüsselerlebnis im Park, trat der ehemalige Einzelhandelskaufmann erstmalig auf Dorffesten, Familienfeiern und anderen Veranstaltungen auf.


Der Ruf des Zivildienstes nach Köln brachte René Albert seinem Ziel wieder ein Stück näher. Denn dort trat er jeden freien Nachmittag bei gutem Wetter auf der Domplatte mit seiner Straßenshow auf, und lernte so Lemmi (alias Dirk Schäfer) kennen. Gemeinsam spielten sie die ersten Schwarzlicht- und Feuershows im Duo. Nach absolviertem Zivildienst besuchte der gebürtige Bad Kreuznacher 1998 die Zirkusschule Circomedi in Bristol (England), an der er viel über Bewegungstheater und Nummernarbeit lernte, seine Jonglierkünste verfeinerte und einen Ausflug in die Welt der Luftakrobatik machte. Zurück in Köln gründete René Albert 2001 zusammen mit Lemmi und Klas Tacer das Trio optiX, das hochklassige Artistik mit spektakulären Lichteffekten verbindet, besonders in der Variante Musik in jongliertes Licht umzusetzen. In dieser Zusammenarbeit entstanden bislang mehrere Licht- und Feuershows, sowie maßgeschneiderte Produktionen mit DJs, Musikern und Videokünstlern, mit denen die drei Artisten auf Events in ganz Deutschland auftreten.


Doch „nur“ Teil eines Trios zu sein reichte René Albert nicht aus, und so entwickelte er parallel dazu seine verschiedenen Soloprogramme:


° Als Jongleur lässt er mit spielerischer Leichtigkeit drei bunte Hüte über und um den Körper rollen 

  und fliegen. Zudem verblüfft er bei der Jonglage mit drei bzw. vier Tennisbällen und der dazu

  gehörigen Verpackung.


° Als Feuerjongleur wirbelt er mit bis zu fünf Fackeln, brennenden Seilen und an Ketten

  geschwungenen Pyroeffekten, und bietet seinem Publikum damit ein atemberaubendes Spektakel

  hochklassiger Feuerartistik zu dynamischer Musik.


° Als Lichtjongleur beeindruckt er seine Zuschauer dank handgefertigter Leuchtkeulen und -bällen

  mit genau zur Musik synchronisierten Farbwechseln und somit mit einem perfekten

  Zusammenspiel von Artistik, Musik und Lichteffekten.


Neben Soloprogrammen und Auftritten als Trio optiX kamen 2009 mit der Feuershow Feuerhelden und der Lightshow LichtfaktorLive weitere Projekte hinzu, mit denen die Artisten bereits Auftritte in Deutschland, Österreich, Indien und Saudi Arabien verbuchen konnten.


Machen Sie sich nun selbst einen Eindruck! Faszinierende Videos zu den Shows finden Sie hier.


Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von René Albert


Opa Albert sagte einmal zu seinem Enkel: „Junge, such Dir was, das dir Spaß macht und dann finde einen Weg, damit Geld zu verdienen". Getreu diesem Motto ist der Jongleur und Feuerkünstler bis heute glücklich und zufrieden mit seiner Wahl. Dem Opa sei Dank!