Jürgen Domian las aus seinem neuen Roman "Der Gedankenleser".
"Wir schließen in Kürze" ertönt kurz vor 20:00 Uhr die Durchsage in der Mayerschen Buchhandlung. Doch anstatt die Filiale in der Schildergasse zu verlassen, strömen viele Menschen hinein. Grund dafür: Jürgen Domian.
Der Moderator der bimedialen Telefon-Talkshow "Domian" vollendete seinen zweiten Roman "Der Gedankenleser", und befindet sich nun auf Lesereise. Dabei gehört die Veranstaltungsreihe "Mayersche live" zu seinen Stationen. Zahlreiche neugierige Zuhörer, darunter Senftöpfchen-Direktorin Alexandra Kassen und Oliver Pocher, lauschen seinen Worten. "Ich bin überrascht, dass ich als Autor so gefragt bin, und weiß es sehr zu schätzen, dass durch meine Sendungen so viele Menschen zu meinen Lesungen kommen." betont Jürgen Domian stolz, und führt kurz in sein Buch ein: Der siebenundvierzigjährige Journalist Arne Stahl wird bei einem Gewitter auf offenem Feld vom Blitz getroffen. Er überlebt, doch als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, hört er plötzlich die Gedanken anderer Menschen. Um nicht als geisteskrank zu gelten, erzählt er niemandem von dieser Fähigkeit. So erfährt er von den erschütternden Gedanken seiner Frau, seiner Freunde, seiner Kollegen und seines Chefs ihm gegenüber. Dies verändert das Leben von Arne Stahl tiefgründig.

Autor Jürgen Domian fesselt seine Zuhörer, besonders durch den Flüsterton der Gedanken-Stimme. Und natürlich darf auch der Talk nicht fehlen, so gibt er den Anwesenden in einer Lesepause Raum für Fragen. Zwei Jahre hat er an seinem 300 Seiten umfassenden Roman geschrieben, an Wochenenden bis tief in die Nacht hinein und an freien Tagen. Dabei gibt der Talker sogar einen Einblick in die Arbeit mit den Lektoren, und liest die eigene Fassung, den Änderungsvorschlag seiner Lektorin und die Endfassung einiger Sätze vor. Die Idee zum Buch entstand durch seine Sendung, denn in den vergangenen 15 Jahren führte er 18.000 Gespräche und konnte so tief in die Menschen hinein lauschen. Nach der Talkrunde folgten weitere Kapitel, und der Andrang bei der anschließenden Signierstunde bewies, dass Jürgen Domian mit seinem Roman ein absolut zeitgemäßes Thema getroffen hat. Selbst Alexandra Kassen bittet um eine persönliche Widmung.
Fotos: (c) Annette Quast