Gothaer-Mitarbeiter
besiegt Joey Kelly beim Wettkampf auf dem Ergometer.
Alle
zwei Jahre veranstaltet die Gothaer Versicherung für ihre
Mitarbeiter eine Gesundheits-Woche. Neben Stress-Checks,
Rumpfkraftanalysen, Seetests, einem Hindernislauf mit der
Rauschbrille und vielem mehr stand vor allem das Ergometer im Fokus
der Veranstal- tung. Darauf forderte Franco Nogherotto, fittester
Radler der Gothaer, den Extremsportler Joey Kelly zum Wett- kampf
heraus. Innerhalb von zehn Minuten galt es die meisten Kilometer zu radeln. Ausgewählt wurde Franco Nogherotto im Vorfeld anhand
eines Online-Votings. Nach einer Ausschreibung konnten sich
Gothaer-Mitarbeiter bewerben, die sich für besonders fit halten
und glauben, Joey Kelly schlagen zu können. Der auserkorene
Gegner des Ultraläufers und Triath- leten fährt zehn Monate
lang mit dem Fahrrad von Kerpen nach Köln-Zollstock zur Arbeit,
nahm bereits mehrfach am 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teil
und brachte allein im vergangenen Jahr 18.400 km auf den Tacho. Das
schafft sogar mancher Autofahrer nicht.
Während
der Gesundheits-Woche trainierten auch die Mitarbeiter der Kölner
Versicherung auf dem Ergometer und erreichten damit bereits einen
Spendenstand von 2.798 Euro. Denn genau darum ging es bei dem
Wettkampf - um eine Spende für den guten Zweck. Pro geradeltem
Kilometer stiftet die Gothaer vier Euro für die Projekte von
Joey Kelly. Die beiden sollten durch ihren Wettkampf die Summe
erhöhen. Und dann ist es soweit, die Erkennungsmelodie „Hells Bells“ der Klitschko-Brüder erklingt und die Gegner schreiten
durch die versammelte Belegschaft im Foyer des Gothaer-Gebäudes
am Arnolidplatz zu ihren Ergometern. Nach einem kurzen Interview
beider Kontrahenten durch „GoTV“-Moderatorin Bettina Förster,
dem TV-Gesicht der Gothaer, radeln sich Joey Kelly und Franco
Nogherotto warm. „Ich bin nicht sehr fit, bin mehr ein Läufer.
Aber egal, ich gebe alles!“, gesteht der Extremsportler, der sich
gerade von den Strapazen seiner Südpolartour erholt hat und in
diesem Jahr im Death Valley zum härtesten Wüstenlauf
antreten wird. „Mir kann nichts passieren, ich bin ja gut bei der
Gothaer versichert.“, fügt Joey Kelly mit einem Grinsen hinzu.
Herausforderer Franco Nogherotto bedankt sich noch schnell für
die Wahl, verspricht „Ich werde mein Bestes tun!“ und auf geht’s
in die Pedale. Franco Nogherotto liegt von Beginn an vorne und lässt
sich auch in keiner Sekunde überholen, Puls und Herzfrequenz
über einen Monitor im Blick. „Ich hatte von vorne herein keine
Chance, doch vielleicht können wir eine Revanche machen – mit
100 Kilometern zu Fuß?!“, schlägt der Extremläufer
im Anschluss vor und freut sich über den Scheck, dessen Summe
Dr. Volkmar Benner, Leiter von Gothaer MediExpert, auf 5.000 Euro
aufstockte.
Mit
dieser Spende unterstützt Joey Kelly das „Calli &
Kelly“-Kinderdorf in Thailand, das er gemein- sam mit Rainer Callmund
betreibt, und einen Kirchenbauverein in Lohmar, der sich für
Kindergärten und alte Menschen einsetzt sowie die Kirche
restauriert. „Überall, wo es Aktionen gibt, mit denen ich Geld
für die Projekte bekommen kann, bin ich dabei. Ich habe heute
nichts getan, bin nur zehn Minuten geradelt. Ich habe einfach das
Glück, dass ich einen bekannten Namen habe.“, beschreibt das
ehemalige Mitglied der Kelly-Family seine bereitwillige Teilnahme.
Abschließend erklärte er noch die Parallelen und
Unterschiede von einem Marathon zu einem 24-Stunden-Rennen, während
die Gothaer-Mitarbeiter weiterhin die Fitness- und Diagnosegeräte
in Anspruch nahmen.


(Fotos: Annette Quast)