Jeckes Gipfeltreffen bei 3. Gilden-Kölsch-Sitzung im Palladium.

"Gilden
Kölsch beatet zum Tanz" - dieser Einladung waren 800 Mitarbeiter,
befreundete Unternehmen sowie Gilden-Kölsch-Fans ins Palladium in
Köln-Mülheim gefolgt. Während im gegenüberliegenden E-Werk die
Stunk-sitzung zelebriert wurde, feierten die jecken Besucher im dritten
Jahr in Folge eine Mischung aus Kostümsitzung und Party. Tanzend und
schunkelnd bejubelte das vorwie- gend junge Publikum Topacts wie
Querbeat, Guido Cantz und Brings. Auch das Kölner Dreigestirn fand sich
in der ehemaligen Industriehalle op d'r Schäl Sick ein, um ein wenig
Brauchtumspflege zu betreiben.
Apropos
Brauchtum - traditionsgemäß kooperierte Gilden Kölsch auch in diesem
Jahr wieder mit dem Festkomitee Kölner Karneval. So stellte Henry Jahn,
Präsident der Flittarder KG von
1934, als Sitzungsleiter gemeinsam mit den "Müllemer
Junge" den Elferrat. Und die hatten unter der riesigen
Übertragungsleinwand sichtlich viel Spaß. Besonders beim Walzer
"Wunderbar" der Räuber wurde exzessiv geschunkelt. "Kölsch darf bei uns
in allen Facetten fließen.", erklärt Franzisca Pritzl von Gilden Kölsch.
Das ließen sich die Jecken nicht zweimal sagen, und genossen neben den
kölschen Tönen op d'r Bühn ebenso das gekühlte Helle im Saal,
Pittermännchen für Pittermännchen.
Den
Abschluss der 3. Gilden-Kölsch-Sitzung, die nach Aussage von Franzisca
Pritzl in jedem Fall weitergeführt wird, bildete die Coverband "De
Peepers". Mit Songs wie "Let me entertain you" von Robbie Williams oder
"Unsere Stammbaum" von den Bläck Fööss sorgten Sänger und Musiker für
ordentlich Stimmung. Und die Party nahm noch lange kein Ende, denn nach
der Sitzung feierten die Jecken im Foyer mit "No More Music" bis in die
frühen Morgenstunden weiter.
(Foto: Annette Quast)
„Lachende
Kölnarena“: Eberhard Bauer-Hofner belohnt treuen Gast.
Von
Anbeginn der „Lachenden Kölnarena“ im Jahr 1999 hat Marita
Simonis nur wenige der jecken Großveranstal-tungen verpasst. Dabei
besucht die Kölnerin die größte Karnevalsparty mit
Selbstversorgung nicht nur einmal jährlich, wie sich vermuten lässt,
sondern sie kauft für jeden Termin, den sie kriegen kann, eine
Karte. „Diese Treue liegt mir sehr am Herzen. Sie war über 100 Mal
zu Gast in der 'Lachenden Kölnarena' und auch schon in der Sporthalle
dabei.“, erzählt Veranstalter Eberhard Bauer-Hofner sichtlich
gerührt. Da Marita Simonis für einen Abend keine Karte bekommen konnte, überraschte sie der Veranstalter als Dankeschön mit einer Loge für sich und acht Gäste. Stefan Löcher, Geschäftsführer
der LANXESS arena, wohnte der Übergabe ebenfalls bei und stockte die Gästezahl spontan auf 20 auf. Die Freude war groß. Am kommenden Dienstag wird Marita Simonis die
„Lachenden Kölnarena“ nun zum ersten Mal aus einer anderen
Perspektive und mit Verköstigung durch die LANXESS arena erleben. Sie hat es verdient!
An
diesem Abend werden sie die Künstler bestimmt vermissen, denn
ansonsten steht der treue Fan immer am Gitter in der Nähe des
Bühneneingangs und verschenkt die ein oder andere Flasche ihres
selbstgemachten Eierlikörs an die auftretenden Topacts. Zur Feier
des Tages spendierte sie direkt eine Runde des edlen Tröpfchens,
schließlich musste auf dieses besondere Geschenk angestoßen werden.
Ihre Augen funkelten förmlich, doch nicht vom Eierlikör sondern aus
lauter Vorfreude. Den restlichen Abend genoss sie wie üblich am
Rande der Bühne mit Auftritten der Kölner Karnevals-stars,
darunter die Cöllner, Bernd Stelter, Brings, Höhner, Marita
Köllner, Paveier, Räuber, Bläck Fööss sowie einige Tanzgruppen. Marc Metzger konnte es mal wieder nicht lassen, dem Dirigenten die Noten zu klauen. Während sich dieser seine Arbeitsutensilien zurück eroberte, dirigierte "Dä Blötschkopp" einen Tusch - mit Sicherheit für Marita und ihren leckeren Eierlikor. Nee, wat schön!




(Fotos: Annette Quast)
KAJUJA
überrascht „Nachwuchs-Produzenten“.

Nachdem
die KAJUJA auf ihrer ersten Kostümsitzung der Session Jupp Menth
spontan durch Handauflegen zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt
und erstmalig den „Nachwuchs-Preis“ an die Newcomer Band CAT
BALLOU verliehen hatte, wartete der Verein auch bei seiner zweiten
Sitzung mit einer Überraschung auf.
Den perfekten Rahmen dazu bot
die Brass & Marching Band QUERBEAT. Als der letzte Ton ihres Hits
„Colonia Tropical“ verklungen war, holte KAJUJA-Präsident und
Sitzungsmoderator Michael Bierther drei Musiker auf die Bühne, die
kurz zuvor mit ihren Bands grandiose Auftritte hingelegt hatten -
Björn „Hummel“ Fischer und Christoph „Pucki Weihrauch von LOSS
MER FIERE sowie Hanz Thodam von HANAK. Front- mann Micha Hirsch befand
sich bereits auf dem Weg nach Hause zu seiner hochschwangeren Frau.
Und genau da lag der Grund für die nun folgende Geste der KAJUJA.
„Wir verleihen Euch den Preis für aktive Karnevalisten, die für
Nachwuchs sorgen.“, erklärt Michael Bierther den frischen bzw. noch werdenden Vätern. Als
Präsidentenkollege Lukas Wachten ihnen jeweils die „KAJUJA-Nachwuchs-Grundausstattung“
bestehend aus einem Paket Windeln, einem Baby-Trinkfläschchen und
der Lek- türe „Mein erstes Karnevalsbuch“ überreichte, wich die
Verwunderung aus den Gesichtern und ver- wandelte sich in ein Strahlen.
“Wir finden es klasse, dass nicht nur wir
Nachwuchsarbeit
machen. Schön, dass Ihr jetzt schon selbst aktiv Nachwuchsarbeit
betreibt.”, witzelt Moderator Michael Bierther. Die 1000 Jecken im
ausverkauften Theater am Tanzbrunnen zollten diesem "Einsatz" einen
Extra-Applaus. Hanz Thodam nahm die Grundausstattung für seinen
Bandkollegen mit und schon konnte QUERBEAT mit seinem optimal zum
Sessionsmotto passenden Rhythmus fortfahren.
Das
weitere Programm des Abends bestritten Klaus & Willi, die
Tanzgruppe “Rheinmatrosen”, Guido Cantz und KÖLSCH FRAKTION. Und
natürlich feierten Gäste und Nachwuchsförderer der KAJUJA auch
diesmal bis in den Morgen. Es lebe der Nachwuchs!



(Foto: Annette Quast)
Jan und Griet: Der Countdown bis zur Premiere an Weiberfastnacht läuft.
Langsam steigt die Nervosiät beim Reiter-Korps "Jan von Werth" e.V., denn heute in einer Woche, am 3. März um 13:30 Uhr, ist es soweit. Dann präsentieren Jörg und Gabi Dennhardt die Legende um Jan und Griet beim "Spillche an d'r Vringspooz”. Das allein ist jedoch nicht der Grund für die Aufregung, denn vor den diesjährigen Darstellern des Kölner Traditionspaares haben diese Aufgabe schon viele gemeistert.
Das Besondere - Jörg und Gabi Dennhardt bestreiten in diesem Jahr eine Premiere. In einem ganz neuen Rahmen wird Jan wieder auf Griet treffen, die ihn seinerzeit vor seinem Aufbruch als einfacher Soldat in den Dreißigjährigen Krieg verschmähte. Viele Schlachten später, im Jahr 1638, wartet die Kölner Bevölkerung auf ihren Helden. Jan von Werth hatte die Festung Ehrenbreitstein von den Franzosen befreit und die Handelswege auf Rhein und Mosel wieder nutzbar gemacht. Dafür wurde er zum Reitergeneral befördert. Als Jan von Werth dicht gefolgt von seiner Eskorte und unter dem Jubel der Menschenmenge durch das Stadttor reitet, entdeckt er Griet, die an einem Marktstand Äpfel anbietet. "Wer et hätt jedonn, wer et hätt jewoss!"
Dieses allseits bekannte Spiel wird nun ab diesem Jahr als eine Art Zeitreise in historischer Kleidung und mit neuen Dialogen vorgeführt. Die Ankunft des Reitergenerals künden sogar Fanfarentöne an. Um das Geschehen besser verfolgen zu können, verteilt das Reiter-Korps an Weiberfastnacht kölsch-hochdeutsche Textblätter an die jecken Passanten an der Severinstorburg. Im Anschluss an das Historienspiel startet wie üblich der Umzug in Richtung Altermarkt, schließlich darf die Bevölkerung Jan von Werth auch heute noch umjubeln.
(Foto: Annette Quast)