Ehrengarde ernennt OB Jürgen Roters zum Ehrensenator.

Rund 200 Consenatoren, Kadetten und Ehrengäste fanden sich im Excelsior Hotel Ernst ein, denn die EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V. hatte zum Senats-Litewka-Abend geladen. Neben der Aufnahme der sechs neuen Senatoren stand dabei die traditionelle Ernennung des Oberbürgermeisters zum Ehrensenator, die schon Jürgen Roters
Vorgängern zu teil wurde, auf dem Programm. Die Vereidigung, mit feierlichen Eid auf die Fahne, übernahm der neue Senatspräsident Michael Kreuzberg, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt Brühl. In bestem Kölsch gab dieser seinem Kölner Amtskollegen den Text vor, doch damit konnte Jürgen Roters nicht mithalten. Das Stadtoberhaupt konnte seine Herkunft Coesfeld nicht verleugnen, und freute sich daher sehr über die Einladung zur Manöverfahrt nach Münster. Das veranlasste die Anwesenden die Hymne "Westfalenland" anzustimmen.
Des Weiteren wurde an diesem Abend Alt-OB
Norbert Burger für 30 Jahre Ehrenmitgliedschaft im Senat der Ehrengarde
geehrt. Unter den beförderten
Majoren der Reserve zählten unter anderem MdB Wolfgang
Bosbach, DW-Intendant Eric Bettermann sowie Konrad Adenauer, Vorsitzender des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins.
(Foto: NF)
Designiertes
Dreigestirn erobert die Hofburg.

„D'r
Zoch kütt doch erst an Karnevalsdienstag“ mag sich so mancher
Ehrenfelder gedacht haben. Wie wahr, denn bei diesem ungewöhnlichen
Anblick Anfang Januar handelte es sich um den Einzug des designierten
Dreigestirns in die Hofburg. Dazu starteten die angehenden
Tollitäten, gemeinsam mit 170 Korpskameraden der Bürgergarde
„blau-gold“ von 1904 e.V. Köln, am Brauhaus Scholzen. Jungfrau
Reni in spé, adrett in die Damenuniform der Gesellschaft gekleidet,
ritt standesgemäß im Damensattel auf einem Schimmel, Prinz Frank I.
und Bauer Günter in spé bewegten sich auf der von Pferdestärke
gezogenen ältesten Gulaschkanone Deutschlands vorwärts. In der
Helenenstraße angekommen drehten die Uniformierten traditionsgemäß
eine Ehrenrunde um das Hotel Pullman Cologne, an dessen Eingang sie
Hoteldirektor Rolf Slickers empfing und in den Saal geleitete.
Auf der
Bühne stellte der Herbergsvater die drei neuen Dauerhotelgäste (bis
9. März) unter großem Jubel offiziell vor. Da er bekanntermaßen
den Schlüssel nicht so leicht aus der Hand gibt, mussten sich die
drei Bürgergardisten erst einmal bewähren. „Diskretion ist die
oberste Regel in einem Hotel. Da verhält es sich wie mit den drei
Affen – nichts sagen, nichts hören, nichts sehen. Falls Ihr mal
den Nachtportier vertreten solltet, muss ich mich auf Euch verlassen
können.“, betont Rolf Slickers. Dazu stattete er den designierten
Prinz („Du bist zu kommunikativ!“) mit einem Schnorchel, den
designierten Bauern („Du hast zu große Ohren!“) mit einem
Kopfhörer und die designierte Jungfrau („Du hast einen scharfen
Blick!“) mit einer Taucherbrille aus. Unter diesen erschwerten
Bedingungen hieß es nun, eine nackte Schaufensterpuppe innerhalb
von drei Minuten mit allerlei Utensilien anzukleiden. Angefeuert
durch die Anwesenden im Saal erfüllten die Tollitäten in spé die
gestellte Aufgabe innerhalb der Zeitvorgabe und nahmen den verdienten
Schlüssel nebst Visitenkarten und Schlüsselanhänger („Damit der
Taxifahrer immer weiß, wo er Euch abliefern soll.“) überglücklich
in Empfang. „Dein designiertes Dreigestirn sagt Dir aus tiefstem
Herzen danke, Rolf.“, bedankt sich Frank Steffens, auch im Namen
von Günter Flüch und Hans René Sion. Rolf Slickers stellte seinen
neuen Gästen noch die wichtigsten Personen des Hotelpersonals vor
und zum Abschluss gab es das ein oder andere leckere Kölsch sowie
eine deftige Erbsensuppe zur Stärkung.
(Fotos: Annette Quast)