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Höhner begeisterten 1.100 Gäste mit festlicher WeihnachtsDinnerShow.

Bevor die Höhner die Bühne des ausverkauften Festsaales im Maritim Hotel in edlen maßgeschneiderten Anzügen aus China erklommen, stimmten besinnliche Töne sowie Music-Comedy-Einlagen der Blechharmoniker die 1.100 Gäste auf den festlichen Abend ein. Ein winterliches Carpaccio vom "Kölschen Schweinebug" als Vorspeise sowie Schmorfleisch an einer Sauce vom "Moutarde de Cologne" mit Klößen und Rotkohl als Hauptgang verwöhnten zudem den Gaumen.

Um 20:15 Uhr war es dann soweit - gemeinsam mit Chef-Arrangeur Wim Mergenbaum am Piano, den Blechharmonikern, dem Livingospelchoir und dessen stimmgewaltiger Solistin Yasmina eröffnete die Kölner Mundartgruppe Höhner die Premiere ihrer WeihnachtsDinnerShow 2010. Dabei starteten sie passend zum Bühnenbild mit dem Song "Ne besondere Kalender" aus der neuen CD "Höhner Weihnacht 2" (EMI Music). Besinnlich ging es weiter mit der "Weihnachtsphantasie". Auf die Frage von Frontmann Henning Krautmacher, wer ein Geschenk möchte, erschien Kim Rühling (7) auf der Bühne und sang unter großem Jubel des Publikums das Lied "Ich wünsch mir vum Chriskind neue Vorderzäng". Damit wurde sie zum kleinen Star des Abends. Schon für die erste Weihnachts-CD vor 14 Jahren wollte die Band den Song aufnehmen, nun ist die Entdeckung aus der Nachbarschaft von Jens Streiflings in Bornheim mit auf das neue Presswerk gebannt. Früh übt sich, wer einmal ein großer Star werden möchte.

Im Anschluss an dieses erste Highlight gab sich der Frontmann als Geschichtenerzähler die Ehre und die Anektdote "Die Falle" von Robert Gernhardt zum Besten. Schließlich gehört ein solches Ritual auch zur Adventszeit. Diese leisen Töne des Vorlesens nahmen die Höhner zum Anlass, die nun folgenden Songs rein unplugged zu präsentieren. "Spar ding Dräum nit op" ging dabei richtig unter die Haut. Doch bei aller Besinnlichkeit darf beim Kölschen d'r Spaß an d'r Freud nicht fehlen. So stimmten die Blechharmoniker in der Saalmitte "Oh Tannenbaum" an und Henning Krautmacher schmückte mit Janus Fröhlich beim neuen Song "Schabäuche" einen Holz-Weihnachtsbaum mit Christbaumspitze, Lametta, einer silbernen Kugel, Sprühschnee aus der Dose, Zwiebel, Flöns, Spritzgebäck und einem Wecker. Nach jeder Hängung gab es ein "Schabäuche", Hicks, und das Lied wurde wie bei "Ich packe meinen Koffer" immer länger. "Peace, Frieden, Schalom, Salam" brachte das Publikum gleich wieder zurück zu besinnlichen Tönen und dann folgte das zweite Highlight des Abends - ein Medley für John Lennon, dessen Todestag sich am 08. Dezember zum 30. Mal jährte. Dazu begaben sich Henning Krautmacher, Hannes Schöner und Peter Werner mitten ins Publikum und sorgten mit "Give peace a chance", "All you need is love" oder "All this is Christmas" für Gänsehautfeeling. Dies hielt beim ebenfalls neuen Song "Bethlehem" und dem internationalen Weihnachtsmedley, beide in Begleitung des Livingospelchoirs, weiter an.

Nach dem Dessert, Apfelring-Küchlein mit Walnusseis, präsentierte die Kölner Band ihren Gästen Klassiker wie beispielsweise "Minsche wie mir", "Wann jeit d'r Himmel widder op" oder "Schenk mir Dein Herz". Und auch Janus Fröhlich ließ es sich nicht nehmen ein paar Worte zu Weihnachten zu verlieren: "Als Kind habe ich die Krippenfiguren geklaut und zum Jesuskind gesagt: 'Wenn Du Deine Eltern wiederhaben willst, ich hätt gern a Rädche.'" Mit dem Song "Männer in den besten Jahren" boten Henning Krautmacher, Hannes Schöner und Peter Werner dem Publikum diesmal einen Augenschmauß in weiß. Zum Finale mit "Ich hab' 53 Engel", "Oh Happy Day" und "Gloria In Excelsis Deo" op Kölsch gesellte sich der Gospelchor wieder dazu. Der Plan ging auf, der gesamte Festsaal sang "Gloria" und so kamen die Höhner zurück auf die Bühne. "Vielen Dank, dasss Ihr das Lied aufgegriffen habt und nicht 'Viva Colonia'.", freut sich der Frontmann und stimmt mit seinen Bandkollegen die erste Zugabe "Danke" an. Da die Standing Ovations nicht enden wollten, belohnten die Höhner ihre 1.100 Gäste zum guten Schluss mit "Hey Kölle" und "Wir werden uns wiederseh'n".

Schade war nur, dass einige Tische während des gesamten Konzertes lieber dem Alkohol und somit lautstarken Gesprächen frönten anstatt die festliche und besinnliche Atmosphäre zu genießen.

(Fotos: Annette Quast)


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