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Session 2010 / 2011
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"Alarm für Cobra 11": Rote-Funken-Elferrat unter Polizeischutz.

Das Publikum der "Echt Kölsch Sitzung" der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Es war vieles anders als sonst. Den Anfang machte sogleich der Elferrat. Die Herren trugen nicht ihre staatsen Uniformen sondern waren als alte Kölner Stadtsoldaten verkleidet mit grauen Haaren, geschminkten Falten und künstlichen Zahnlücken. Ein ebenso ungewöhnliches Bild erwartete den nichts-ahnenden Heinz-Günther Hunold, Präsident der Roten Funken, als der Musikzug der Gesellschaft einzog. Neben regulär uniformierten Spielmannsleuten schlappten weitere Exemplare in rot-weiß-geringelten Schlafhemden mit Krätzchen und Sonnenbrille auf Flipp Flopps in den Saal. Ein herrliches Bild!

Doch auch dieser Auftritt sollte noch getoppt werden. Unter den Fastelovendsjecke im Saal gaben sich plötzlich Tom Beck und Erdogan Atalay, die Kommissare aus der RTL-Serie "Alarm für Cobra 11", zu erkennen. Sie waren jedoch nicht als verdeckte Ermittler unterwegs, sondern zählten zu den Ehrengästen des Abends. Da die Roten Funken in Kürze eine jecke Folge mit den Schauspielern drehen, war dies die Gelegenheit, um sich vorab schon einmal zu beschnuppern. Heinz-Günther Hunold beorderte Tom Beck und Erdogan Atalay deshalb direkt in den Elferrat. Dort durften sie sich des edlen Metalls bedienen und den auftretenden Künstler die Orden verleihen. Dabei hatten sie sichtlich Spaß und es war mal etwas anderes als Handschellen anzulegen. Vielleicht liebäugeln die beiden Schauspieler nun mit einer roten Uniform, wer weiß?!

(Foto: NF)


KG UHU: Fastelovend handjemat, met bläcke Fööss.

Auch in diesem Jahr veranstaltete die KG UHU von 1924 e.V. ihre „UHU-Schnäuzer-Jalla“, eine Sitzung mit viel „kölscher Eijenath un Siel“. Da der Fokus auf "Fastelovend handjemat" lag, forderte Literat Klaus Fischer die auftretenden Künstler heraus. So spielten die Bläck Fööss ihren allerersten Song, den Rievkooche Walzer, und die Paveier gaben das Lied vom „Sado- Maso im Westerwald“ nur mit Ukulelen zum Besten. Das Konzept ging auf, das Publikum lauschte an den ruhigen Passagen und ging ansonsten eifrig mit.

Da die Bläck Föös nach ihrem Auftritt von der KG UHU traditionsgemäß etwas Besonderes geschenkt bekommen, konnten sie sich auch diesmal auf etwas gefasst machen. Dazu wartete Rainer Ott, der neue Präsident der UHUs, mit einer Geschichte und einem alten Teppich auf:
Vor 41 Jahren, in der ersten Session des alten Präsidenten Willi Hölzgen, waren die Bläck Föös zu Gast im Haus „Maar“ in Dellbrück. Nach dem zweiten Lied fragten die Musiker: „Herr Präsident, habt Ihr keinen Teppich?“ Dieser fragte zurück: „Worom dat dann?“ Die Fööss darauf hin „mir han kahl Föös.“ Daraufhin ließ Willi Hölzgen einen Teppich organisieren, auf dem die Band weiterspielen konnte. Besagten Teppich von damals überreichte Rainer Ott den Bläck Fööss. Erry Stokolsa entledigte sich spontan seiner Schuhe sowie Strümpfe, und schwelgte in Erinnerung an die ersten Aufritte op bläcke Fööss.

Eine weitere Besonderheit der Sitzung ergab sich beim 10er-Tanz des Dellbröcker Boore-Schnäuzer Balletts. Bei diesem Tanz werden die 9 Traditons- Corps durch das 10. selbst ernannte Corps der
Dellbröcker Boore erweitert. Als Hommage an den neuen Präsidenten zogen jeweils zwei Vertreter der Traditions-Corps in den Saal ein. Ein schönes Bild!
                                                                                                                                                   (Fotos: KG UHU von 1924 e.V.)


HANAK gewährten angehenden Tontechnikern Einblick in die Studioarbeit.

Karnevalsstress hin oder her, manchmal muss etwas Abwechslung sein. Dies dachten sich auch die Kölsch-rocker von Hanak, und widmeten einen Nachmittag zwölf Studenten der SET (School of Entertainment and Technology). Bei einem Workshops in den THEBAD-ROOM-Studios von Uli Baranowsk, in denen das erste HANAK-Album produziert wurde, zeigten die Musiker
den angehenden Tontechnikern Schritt für Schritt, wie
ein Song aufgenommen wird. Dabei war nicht nur Zuschauen angesagt, die Studenten erledigten unter fachmännischer Anleitung alle anfallenden Aufgaben.

Während die Band im Studio drei brandneue Titel einspielte, sorgten die Studenten dafür, dass alle Tonspuren sauber aufgezeichnet wurden und der Sound stimmte. Zwischendurch tauschten sich die SETler mit den Musikern aus, um die gewünschten Änderungen optimal vornehmen zu können.


Für HANAK-Bassist Hanz Thodam ist diese Form von Nachwuchsförderung selbstverständlich. "Für die Studenten ist es doch wichtig, nicht nur die Theorie zu büffeln, sondern mal den Ablauf einer echten Produktion kennenzulernen. Deswegen haben wir sofort zugesagt, als die Anfrage kam." so der frisch gebackene Vater. Auch Frontmann Micha Hirsch ist von der Kooperation angetan. "Die Jungs haben super gearbeitet, da sind echte Talente dabei. Uns hat es viel Spaß gemacht und die Produktion ist klasse geworden.", zeigt sich Micha Hirsch zufrieden. Die Studenten waren ebenfalls begeistert, vor allem dass sich alle Beteiligten viel Zeit für sie nahmen. Im Gegensatz zu den Fans haben die angehenden Tontechniker nun einen Vorsprung, sie kennen die drei neuen Lieder bereits, während die Veröffentlichung erst für die zweite Jahreshälfte geplant ist. Es bleibt also spannend!



(Fotos: Medienprofis Köln)