Goldener Mottoschal erzielte 55.555 Euro für „RTL – Wir helfen Kindern“.
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In der Session 2011/2012 gab es erstmalig einen goldenen Mottoschal. Die Idee zur limitierten Auflage von 1.111 Exemplaren zum Preis von 111 Euro stammte von Deiters-Chef Herbert Geiss. Kooperationspartner Festkomitee Kölner Karneval zeigte sich direkt begeistert, ebenfalls von dem Gedanken, die Erlöse sozialen Projekten zukommen zu lassen. Gesagt getan, beim RTL-Spendenmarathon am 17. November 2011 wurde der güldene Schal der Öffentlichkeit präsentiert.
Vier Monate später, am 19. März 2012, überreichte Herbert Geiss voller Stolz einen Scheck in Höhe von 55.555 Euro an RTL-Charity Gesamtleiter Wolfram M. Kons für die Stiftung „RTL - Wir helfen Kindern“. Dazu trafen sich die Herren auf der Dachterrasse der RTL Television GmbH. „Aus dem Thema Karneval ist etwas Großes geworden, ein beispielhaftes Projekt für Köln. Der Schal ist ein Band der Hilfe für Kinder. Das war eine tolle Aktion, an der viele Leute Spaß hatten.“, freute sich der RTL-Moderator über die jecke Schnapszahl-Summe. Diese kommt der Kölner Initiative „Breakfast4Kids“ sowie dem RTL-Kinderhaus in Köln zugute. Somit wurde aus dem Motto „Jedem Jeck sing Pappnas“ unter anderem eine große Hilfe für die Aktion „Jedem Kind ein Pausenbrot!“
Foto: (c) Annette Quast
Literarisches Komitee: „Rentner“-Duo brillierte beim „Treffpunkt Nachwuchs“ im Sartory.
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Kurz vor 16:00 Uhr stimmte das Orchester Helmut Blödgen die Gäste mit seinen karnevalistischen Klängen auf den Vorstellnachmittag „Treffpunkt Nachwuchs“ des Literarischen Komitees ein. Markus Ritterbach, Präsident des Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V., eröffnete den Künstlerreigen. „Wir stehen für Qualität. Hier wird die Wurzel für den kölschen Karneval gelegt. Des-halb beginnen wir mit den Kleinen.“, so Markus Ritterbach. Den Anfang machte dann sogleich die im April 2010 ins Leben gerufene Kindertanz-gruppe Kölsche Harlequins mit einem erfrisch-enden und harmonischen Tänzchen. Im Anschluss bildeten die Kinder von 6 bis 16 Jahren den Rahmen für Die zwei aus einer Klasse. Selina Schütz und Helene Doll, beide Neuntklässler-innen der Gemeinschaftshauptschule Lohmar, berichteten in ihrem Zwiegespräch von Jungs, Ferien auf dem Bauernhof sowie der Goldhochzeit von Oma und Opa. Und natürlich durfte auch das Thema Zeugnis nicht fehlen. Weiter so, Mädels! Der Dritte im Bunde des jungen Nachwuch-ses war Philipp Bolz als Der Animateur. Souverän beschrieb er seinen Job als „betreutes Spaß-haben für Erwachsene“ und gab einige Anekdoten aus dem Kinderclub zum Besten. Ein selbstbe-wusster Auftritt, bei dem er das ein oder andere Mal sogar das Orchester zum Tusch aufforderte.
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Nahtlos ging es über zum großen Nachwuchs. Dabei schlüpfte der nach Berlin „ausgewanderte“ Rheinländer Jens Singer in die Rolle des Schofför vun dä Bundeskanzlerin. Sein angestrebtes Ziel, im Kölner Karneval das Thema Politik auf Kölsche Art wiederzubeleben, erreichte er voll und ganz. Weitere Redner waren unter anderem Vingströschen Sabine Holzdeppe und Marc Breuer als Löschmeister Josef Jackels. Pfundskerl Kai Kramosta hatte es anfangs schwer, seinen Vortrag vom Vorjahr zu toppen. Mit seinen Ausführungen über ein Wasserski-Erlebnis frei nach dem Motto „Ich verliere so leicht das Übergewicht!“ hatte er die Lacher jedoch wieder auf seiner Seite. Christian Macharski schaffte es hingegen, seinen grandiosen Vorjahresbeitrag in seiner Rolle als charismatischer Landwirt und Ortsvorsteher Hastenraths Will noch um Längen zu übertrumpfen. Neben Themen aus der Landwirtschaft knöpfte er sich dabei auch das andere Ge-schlecht vor. Dazu gehörten beispielsweise Erörterungen über Dessous versus Funktionsunter-wäsche oder die Erkenntnis „Frauen lieben Komplimente und kleine Gesten. Vor dem Kuss sollte man die Zigarre aus dem Mund nehmen.“ Um Frauen ging es dann auch bei Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum. Allein schon ihr Anblick als Rentner Willi & Ernst sorgte für jede Menge Erheiterung. Ein Wahnsinns-Auftritt, der seinen absoluten Höhepunkt bei „Deutschland sucht den Superrentner im Krankenhaus-TV“ fand. „Ernst, the sexiest Rentner alive“ mimte einen Rockstar und ließ sich vom im Publikum verteilten Leih-Stofftieren und Leih-BHs bewerfen. „Willi“ sang Erika aus Eschweiler, die gerne Spaghetti ist, „I did it my Way“ in einer sehr persönlichen Version. Den großen Jubel samt Standing Ovations haben sich die beiden absolut verdient!
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Musikalisch bot Dä kölsche Tenor Tino Selbach leider zu wenig von seinem klassischen Kön-nen, das eigentlich seine absolute Stärke ist. Mehr von „Alaaf“ à la Verdi wäre schön gewesen, dafür hätten die Wortbeiträge weniger sein können. BOB – die Band ohne Bart präsentierte sich in Anzügen im Burberry-Stil. Ihre Titel „Wenn Dich ne Kölsche bützt“, „Bis Aschermittwoch kom-me ich nicht nach Hause“ und „Es endet immer mit Sauerei“ sprachen völlig für sich. Die Dom-stadtbande überzeugte vor allem mit einem kölsch-gecoverten Irischen Song. Kölschraum brachte das Publikum mit „Rusemondagsstrüßje“ zum Mitklatschen, besang mit „Pappnas“ das Motto der bevorstehenden Session und animierte mit „Nur met Dir allein“ zum Schunkeln. Dies schaffte auch die acht-köpfige Band Kölsche Adler mit ihren Songs "Lange Naach", "Vrings-veedler Nächte“ und "Hück jonn mer rocke". Durch ihren besonderen Sound, bestehend aus dem Bläsersatz mit Trompete, Saxophon und Posaune, gehörten die Musiker zu den Highlights des Abends. Die Band papallapap war erst zum zweiten Mal dabei, hat jedoch im vergangenen Jahr schon so einiges geleistet. So bildeten die fünf Musiker sogar die letzte Nummer des Vorstell-nachmittages. Als krönenden Abschluss der Veranstaltung fanden sich bei dem Lied „Fleeje“ zehn Tanzpaare des Kölner Karnevals im Sartory-Saal ein und begeisterten das Publikum mit synchronen Hebefiguren. Damit ernteten Band und Tanzpaare zu Recht Standing Ovations.
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Fotos: (c) Annette Quast
Fazit: Bei den Rednern sahnten in diesem Jahr vor allem die Rentner "Willi & Ernst" ab. „Hastenraths Will“ und der "Schofför vun dä Bundeskanzlerin" sind ebenfalls genau richtig im Kölschen Fasteleer. Die besten musikalischen Highlights des Nachmittages waren die Bands „Kölsche Adler“ und "papallapap".