Mrs Q - Kulturnews

Ihr Portal für Kunst, Kultur & Karneval aus Köln
Startseite
Session 2011 / 2012
Kunst & Kultur
Film & Fernsehen
Hinter den Kulissen
Termine 2012
Termine
Q-Tipps
Kontakt
Künstler des Monats
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Januar/Februar
Session 2010 / 2011
Stars & Sternchen 2010
Bühne & Kunst 2010
Köln Spezial 2010
Impressum

Künstler des Monats Februar 2011


Diesen Monat möchte ich Ihnen die Tanzpaare der Kölner Traditionsgesellschaften vorstellen.


Neben dem Kölner Dreigestirn und dem Jan-und-Griet-Paar gehören die Tanzpaare der neun Traditionsgesellschaften ebenfalls zum Kölner Karneval wie der Dom zu Köln. Die leckere Mädche un staatse Jonge in Uniform sind weltweit bekannte Botschafter und Symbole für Kölner Lebensfreude. Dies bewiesen im vergangenen Jahr besonders Funke-mariechen Martina Pourrier und Funkendoktor Pascal Solscheid von den Roten Funken, denn sie reisten mit dem Korps als einer der NRW-Vertreter zur EXPO nach China.



Lesen Sie nun, wer in den Uniformen der einzelnen Korpsgesellschaften steckt:



Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.


Bei den Blauen Funken tanzen seit dieser Session Nathalie Davepon und Livio Carrieri.


Die 23-jährige Regimentstochter ist e echt Kölsch Mädche, hat eine Aus- bildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin und studiert Fitness-ökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheits-management in Köln. Da ihr Vater seit über 30 Jahren Mitglied der Blauen Funken ist, stand sie schon als Kind in der blau-weißen Uniform auf der Bühne. In der Kinder- und Jugendtanzgruppe des Korps tanzte sie insgesamt 11 Jahre. Aus den Kindertanzschuhen heraus gewachsen wechselte das heutige Mariechen zum Tanzcorps "KG Seiner Tollität Luftflotte", wo sie fünf Jahre tanzte und ihren jetzigen Partner und Tanzpartner kennenlernte. Da es „zuhause immer noch am schönsten ist“, ist Nathalie Davepon nun glücklich und stolz darauf, die Marie der Blauen Funken zu sein - Ein Kindheitstraum ist für sie in Erfüllung gegangen.


Ihr Kölscher Jung mit italienischen Wurzeln, Livio Carrieri, verlebte seine Kindheit im Vringsveedel. Der staatlich geprüfte Techniker absolviert neben der Tanzerei ein Abendstudium zum Wirtschafts-ingenieur und betreibt gemeinsam mit einem Freund eine Eventservicefirma für DJ’s, Anlagenverleih und Bühnenaufbau. Die tänzerische Karriere des 27-jährigen Tanzoffiziers begann ebenfalls in blau- weiß, beim Tanzcorps der "KG Sr. Tollität Luftflotte", wo er neun Jahre tanzte und so reichlich Bühnenerfahrungen für seine jetzige Aufgabe sammeln konnte.



Reiter-Korps „Jan von Werth“ e.V.


Nach dem Traditionspaar „Jan und Griet“ sind Marketenderin Kathrin Arnold und Tanzoffizier Christian Bergsch das Schönste, was das Reiter-Korps Jan von Werth zu bieten hat.


Die 30-jährige Kölnerin schwingt bereits seit ihrem vierten Lebensjahr das Tanzbein im Karneval, damals noch bei der KG Fidele Geister e.V. Nieder-außem-Auenheim. Nach der Schulzeit studierte die Diplom-Kauffrau in Maastricht und Australien, doch das „Heimweh noh Kölle“ siegte mit der Zeit. Wie sonst konnte sich auch ihr lang gehegter Wunsch, einmal auf den Kölner Bühnen und in einem Kölner Traditionskorps zu tanzen, erfüllen?! Jetzt kann sich die Marketenderin des Reiter-Korps „Jan von Werth“ nichts Schöneres vorstellen.


Auch der 31-jährige Tanzoffizier Christian Bergsch ist in Köln geboren. Nach der Eingemeindung zog er mit Eltern und Brüdern nach Porz, wo er bis zum Abitur lebte und seine ersten Tanzschritte in der närrischen Grundschule der damaligen Prinzen-Garde Porz lernte. Dies reichte ihm jedoch nicht und so kehrte er zum Bauwesen-Studium ins Zentrum von Köln zurück. Dort eröffnete er 2003 sein eigenes Unternehmen und landete nach Tanzstopps bei Alt Severin und Kölsch Hännes’chen an seinem karnevalistischen Höhepunkt, als Tanzoffizier beim Reiter-Korps „Jan von Werth“. Da er am Chlodwigplatz wohnt genießt der Tänzer neben den Sessionsauftritten den Weiberfastnachts- sowie Rosenmontagszug hoch zu Ross.


EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V.


Stefanie Zander darf sich bereits seit 2006 Regimentstochter der EhrenGarde nennen, seit dieser Session steht ihr Stefan Pätzold als staatser Tanzoffizier zur Seite.


Die im Kölner Norden aufgewachsene Studentin der Medientechnik kennt den Karneval von Kindesbeinen an. Ihr Vater ist Mitglied des Reiter-Korps „Jan von Werth“ e.V. und ihre Schwester tanzt in der Jugendtanzgruppe der „Kammer- kätzchen und Kammerdiener“. So ist es nicht verwunderlich, dass auch sie das Fieber schon früh packte, seit ihrem 12. Lebensjahr tanzt sie. Bevor Stefanie Zander zur EhrenGarde-Marie wurde, gehörte sie zur Tanzgruppe „Lyskircher Hellige Knäächte und Mägde“.


Ihr neuer Tanzoffizier, Stefan Pätzold, is un bliev ne EhrenGardist. Der 35-jährige Projektmanager ist seit 1998 Mitglied des Gardekorps und hört auf den Spitznamen „Stäbchen“. Neun Jahre lang sammelte er tänzerische Erfahrung als Kadett der Gesellschaft, und kannte somit bereits das Training beim Ehepaar Schnitzler. Als sein Vorgänger, Hubert Michels, in der vergangenen Session seinen Abschied feierte, ergriff er die Chance und steht nun als Tanzoffizier in der ersten Reihe.



Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. 


Verena Gondro und Lars Fröhlich strahlten vor Glück und Freude, als sie 2006 zum Tanzpaar der Prinzen-Garde Köln ernannt wurden. Nach harter Arbeit im Tanzsport, bei namenhaften Tanzlehrern, ging damit ein Traum für sie in Erfüllung: Einmal Tanzpaar einer großen Korpsgesellschaft zu sein - Eine solche Chance gibt es nicht alle Tage.


Die klein-geratene Verena Gondro wollte schon immer hoch hinaus, absol-vierte in ihrer frühen Kindheit acht Jahre Ballettunterricht und ist seit 1990 im Kölner Karneval aktiv. Die Blauen Funken sowie die Tanzgruppen „Zunft- Müüs“ und „Große Kölner Landsknechte“ stehen bereits in der Tanz-Vita der Personalsachbearbeiterin.


Auch für Lars Fröhlich hat Tanzen einen hohen Stellenwert im Leben. Neben dem Bauingenieurs-wesen-Studium stellte er bereits in den Tanzgruppen „Kölner Rheinveilchen“ sowie „Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde“ sein Können unter Beweis. Nun tanzt er an vorderster Front.



Altstädter Köln 1922 e.V.


Die hohe Auszeichnung, als Tanzpaar des Traditionskorps Altstädter Köln 1922 e.V. zukünftig auf den Bühnen in und um Köln tanzen zu dürfen, wäre für uns die Erfüllung unseres großen Traums.“ - mit diesen Worten bewarben sich die Kölner Stefanie Pütz und Jens Scharfe um die Nachfolge des langjährigen Altstädter-Tanzpaares Katrin Basinki und Marc Konrad. Mit Erfolg. Nicht nur mit diesen Zeilen sondern auch mit ihrer mehrjährigen Tanzerfahrung, darunter bei den Tanzgruppen „Rheinmatrosen“, „Höppemötzjer“, „Kammerkätzchen und Kammerdiener“ sowie „Kölsch Hännes'che“, konnten sie punkten. Die Träumereien hatten ein Ende. Seit der Session 2010/2011 tanzen „Stänche“, Stefanie Pütz, und „Zündkääz“, Jens Scharfe, die auch im wahren Leben ein Paar sind, nun für das Traditionskorps.



Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln


Im Oktober 2010 stellte die Traditionsgesellschaft Treuer Husar Bianca Rippen und Christian-Otto „Chris“ Huth als neues Tanzpaar vor.


Auf Bianca Rippen ist Dr. Marko Schauermann, Präsident der Treuen Husaren, besonders stolz. Die 23-jährige Studentin der Wirtschaftspsychologie tanzte bereits beim Kinder- und Jugendtanzkorps „Husarenpänz“ und schaffte, ebenso wie Nathalie Davepon von den Blauen Funken, den Weg von der kleinen Tänzerin bis nach ganz oben. Bevor sie jedoch zur Gesellschaft zurück kehrte, war sie zwei Jahre Regimentstochter der KG Klüttefunke e.V. Oberliblar 1956.


Tanzoffizier „Chris“ Huth kennt als Dachdecker die luftigen Höhen, und somit ist Bianca Rippen schon aus beruflichen Gründen absolut sicher in seinen Händen. Der 26-Jährige tanzte zuvor bei den Rheinmatrosen der Große Mühlheimer Karnevals-Gesellschaft e.V. 1903 und gibt nun gemeinsam mit seiner Marie ein hübsches Bild in der ersten Reihe der Treuen Husaren ab.



Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln


In der Bürgergarde blau-gold, die in dieser Session das Kölner Dreigestirn stellt, tanzen Andrea Ehrhardt und Stefan Schadek in der ersten Reihe.


Da die Eltern von Andrea Ehrhardt schon immer fastelovends-jeck waren, feierte die heutige Marketing Managerin bereits wenige Wochen nach ihrer Geburt mit Papphütchen und Karnevalsfliege. Wie sie ihren 30. Geburtstag, der diesen Monat ansteht, begehen wird, verriet sie jedoch nicht. Vater Ehrhardt trat einige Jahre später in das Reiter-Korps „Jan von Werth“ ein, so ging sie bereits im Alter von 5 Jahren als kleine Griet mit und bewunderte die Marketenderin. Infiziert vom Traditionsgesellschafts-Virus entstand damals ihr Traum, einmal Mariechen zu werden. Kunstturnen und ausgedachte Choreographien gehörten von nun an zu den Leidenschaften der Kölnerin. Doch erst mit 17 Jahren wagte Andrea Ehrhardt den Schritt in die Karnevals-Tanzwelt. 4 Jahre tanzte sie bei der KG Sr. Tollität „Luftflotte“ e.V. 1926 bevor sich nach 2 Jahren Pause ihr großer Kindheitstraum erfüllte. Seit 7 Jahren ist sie jetzt Marie der Bürgergarde „blau-gold“, von der sie sich nach dieser Session verabschieden wird.


Im Gegensatz zu seiner karnevals-frühreifen Tanzpartnerin hatte Stefan Schadek seine erste Berührung mit dem Karneval erst in den 90er-Jahren. Damals gehörte der Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung zur Tanzgruppe „Goldene“ Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde, wo er von 1999 bis 2002 als Jeckebääntche tanzte. Dann folgte der Zivildienst, den er in Jerusalem absolvierte, und nach seiner Rückkehr heuerte der mittlerweile 30-Jährige bei der Bürgergarde „blau-gold“an. Dort tanzt er nun im 5. Jahr mit seiner Marie Andrea Ehrhardt.



KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V.


Bei den Appelinefunke, wie die Nippeser Bürgerwehr im Kölschen Volks- mund genannt wird, tanzen seit 2008 Sarah Basinski und Patrick Karolus.


Dem Jazzdance frönte Sarah Basinski 8 Jahre lang bevor sie im Jahr 2006 bei der Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde e.V. anfing. Nach nur zwei Jahren wechselte die heute 22-Jährige von der Gruppen- zur Solo- tänzerin, und feierte beim Korpsappell der Nippeser Bürgerwehr 2009 im Pullman Cologne Hotel gemeinsam mit ihrem Tanzoffizier Premiere.


Patrick Karolus startete seine Tanzkarriere hingegen in der Tanzschule mit Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen. Von 2002 bis 2008 war der 32-jährige Rechtsreferendar Mitglied der Tanzgruppe „Goldene Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde“ bis auch er in die erste Reihe der Appelsinefunke aufstieg.



Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.


Funkemariechen Martina Pourrier ist nun auch in China bekannt, denn gemeinsam mit ihrem Funkendoktor, Pascal Solscheid, und dem Korps reiste die 30-jährige Lehrerin im vergangenen Jahr zur NRW- Länderwoche der EXPO nach Shanghai. Als die Marie der Roten Funken zuvor noch bei der KG Sr. Tollität „Luftflotte“ e.V. 1926 tanzte, hätte sie sich dies bestimmt niemals erträumt.


So erging es mit Sicherheit auch ihrem Funkendoktor. Der 29- jährige Tischlermeister, der bei den Roten Funken den Spitznamen „Spetzebötzje“ trägt, befindet sich mittlerweile in seinem vierten Dienstjahr. Vor dieser Zeit tanzte Pascal Solscheid 10 Jahre bei den Grün-Weiße Funken vom Zippchen e.V.



Genießen Sie einen Auftritt bei der ein oder anderen Karnevalssitzung, beim Funkenbiwak an Karnevalssamstag oder den Anblick der Tanzpaare im Rosenmontagszug - es lohnt sich!




(Fotos : Annette Quast / Tanzpaar-Fotos: mit freundlicher Genehmigungen der Gesellschaften)