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Tommy Engel meets Brings“: Mit special Konzert und Gänsehaut ins Jubiläumsjahr.

 

Zum 111. Geburtstag sollte es etwas Besonderes sein. So startete die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring 1901 e.V.“ mit einem Konzert der besonderen Art in ihr Jubiläumsjahr. „Das ist die größte Veranstaltung, die unsere Gesellschaft jemals organisiert hat.“, begrüßte Achim Kaschny, Präsident der Gesellschaft, die über 2.000 Gäste im ausverkauften Theater am Tanzbrunnen.

 

Nachdem die „Kölschen Bengels“ und Lutz Kniep das Publikum mit kölschen Tönen auf den Abend einge-stimmt hatten, eroberten die Kölschrocker BRINGS die Bühne. Etwa eine Stunde lang gaben sie ihre Hits wie "Man müsste nochmal zwanzig sein", „Halleluja“, „Dat is jeil“, „Superjeile Zick“ in extra long sowie die Ballade „Kölle do bes bunt“ zum Besten. Natürlich forderte das Publikum Zugaben. „Wir haben für Euch gesungen und geschwitzt. Wollt Ihr uns tanzen sehen?“, fragte Peter Brings. Keine Frage und schon legten die Kölschrocker bei „Poppe, Kaate, Danze“ so richtig los, jedoch mit einem rockig-swingenden Ende. “Kumm lommer heimjon“ war dann der perfekte Song zum Ende des ersten Konzertteils. Denn nun übernahm Tommy Engel mit seiner Band. Mit „Ich ben keine Engel“ begeisterte auch er sogleich das Publikum. Und dann folgte der emotionalste Augenblick des Abends. Tommy Engel sang gemeinsam mit Peter Brings für den erkrankten Freund und Kollegen Wolfgang Niedecken „Stellt üch vüür“, die von Niedecken verköl-schte Version von John Lennons „Imagine“. Dies sorgte für Gänsehaut pur und ebenso für die eine oder andere Träne im Publikum. „Uns verbindet eine Freundschaft. Wir kennen uns schon unheim-lich lange. Wir hoffen, dass es ihm bald wieder besser geht, wir brauchen ihn.“, so Tommy Engel. Der donnernde Applaus der Besucher pflichtete seinen Worten bei.

 


Jede Menge weiteren Beifall erhielt das Kölner Urgestein unter anderem für seinen „Saunaboy“ im Bademantel, seine Tanz- und Sulu-Einlagen zur neuen Version von „Drink doch ene mit“ und seinen Opern-Intonationen zu „Tässchen Doornkaat“ nach „Nessum Dorma“, mit dem Paul Potts das Publikum in der Casting-Show BRITAIN'S GOT TALENT für sich gewann. "Die Lieder sind so alt und es ist schön, dass sogar die Jüngeren die Texte können.", freut sich Tommy Engel nach "Kathrin" und "Ming eetste Fründin". Für seine Mundharmonika-Soli gab es Sonderapplaus und seinen Hit „Du bes Kölle“ sang das Publikum noch ewig weiter."Tommy war der Wahnsinn,... uns Robbie Williams vun Kölle!", schwärmt Judith Müller, Ex-Kathrinchen der Tanzgruppe "Kammer-kätzchen und Kammerdiener" (bis 2003), nach dem Konzert. Doch erst war noch das große Finale angesagt, auf das sich die Gäste bereits den ganzen Abend über freuten. Dazu fanden sich auch BRINGS wieder auf der Bühne ein. So sang Tommy Engel mit seinem Sohn Kai und dessen Bandkollegen „In unsrem Veedel“ und „Niemals geht man so ganz“. Ein wunderbarer Konzertab-schluss! "Das ist das Beste, das Köln zu bieten hat.", zeigt sich auch Achim Kaschny begeistert über den erfolgreichen Start in das 111. Jahr der KG „Schnüsse Tring“.

 

(Fotos: (c) Annette Quast)