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Von Köln die Welt - Elke Koska lebt für die Kunst.

Wenn Elke Koska in Köln unterwegs ist, wird sie auto- matisch zum Hingucker. Schrille Kleidung und Schminke gespickt mit einer ebenfalls quietsch bunten Kopfbedek- kung zum roten wallenden Haar machen die Künstlerin und Muse von Aktionskünstler HA Schult selbst zum lebendigen Kunstwerk. „Durch die bunten Farben bin ich immer gut gelaunt.“, verrät sie mit einem Augenzwinkern. Die ausgefallen Mäntel ihres Outfits näht sie selbst, das ist für sie Hobby und Entspannung pur. Über 100 Exem- plare sind es mittlerweile und daraus kreierte sie im ver- gangenen Jahr die Ausstellung „Glückliche Mäntel“. Dabei zieren diese jeweils in einen ebenfalls genähten Rahmen gefassten Mäntel als Bild die Wand und können jederzeit zum Tragen heraus genommen werden. Ein Teil dieser bunten extravaganten Kunstwerke hängen nun in ihrem neuen Domizil in Rodenkirchen, denn im vergangenen Jahr musste Elke Koska aufgrund von Sanierungs-arbeiten ihre Traumwohnung in der Deutzer Brücke verlassen. Schweren Herzens ging das schrille Kölner Original mit einem Makler auf die Suche nach einer neuen Bleibe, nach über 30 Besichti-gungen in ganz Köln wurde sie fündig.


Seit Herbst 2010 wohnt sie nun im Kölner Süden und hat sich in ihrer neuen Halle Koska-like ein- gerichtet. Die ursprünglich weiß getünchten Wände sind knalligen Farben gewichen. Hinter den Regalen mit ihren 2.000 Teekannen aus aller Welt funkelt es rot und grün, eine andere Wand, an der eine aus dem Heck eines Oldtimers gefertigte hellblaue Ledercouch lehnt, ist pink gestrichen. Neben Palmen und einer Freiheitsstatue steht ein mit den unterschiedlichsten Plastik-Gaumen-freuden dekorierter Tisch, im „Normalfall“ Kitsch pur, doch hier absolut ins schrille Bild passend. Eine von der Decke hängende Miniaturausgabe des goldenen Flügelautos und drei „Trash People“ vor einem großen Poster der chinesischen Mauer verraten, was das Leben der Umweltkünstlerin in Köln und rund um den Globus beinhaltet. „Wir haben den Anspruch international zu sein und uns die Königsdisziplin auferlegt, etwas zur Kunstgeschichte beizutragen. Das ist nicht so einfach.“, erklärt die Muse. Doch was Elke Koska will, das kann sie auch. So kümmert sie sich gemeinsam mit HA Schult um das Sponsoring der weltweiten Projekte, übernimmt die komplette Logistik und schafft es immer wieder, die notwendigen Genehmigungen beim jeweils zuständigen Amt zu be- kommen. „Kunst ist ein Abenteuer. Ich muss mein Gegenüber nur davon überzeugen, dass er/sie Bestandteil von etwas Besonderem ist und das in jeder Sprache.“, schildert Elke Koska ihr Ge- heimnis. Dafür lernte sie Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und sogar Mandarin. Ein Abenteuer der besonderen Art hat die schrille Kölnerin gerade mit Bravour gemeistert, die Geneh-migungen dafür dauerten drei Jahre. Mit den seit 1996 tourenden „Trash People“, reisten HA Schult, Elke Koska und ihr Team in die Arktis. Nur im November und im März ist eine Schiffspassage durch das Eis möglich, dies bedurfte einer äußerst präzisen Vorbereitung. Zuvor war die Armee aus Müll-Skulpturen u.a. in Syrakus, Rom, Kairo, Peking, Moskau und natürlich auch Köln ausgestellt. Wenn die Muse von ihren Projekten erzählt, strahlt sie. „Das Geheimnis von Glück ist Zufrieden- heit. Ich lebe das Leben, das ich leben will.“, betont Elke Koska abschließend. So steht die Freiheitsstatue in ihrer Halle mit Sicherheit für die Verbindung zwischen Köln und der Welt.


(Fotos: "Trash People" auf dem Kölner Roncalliplatz, in ihrer Halle und in der Arktis / (c) Quast sowie HA-Schult-Museum)