11.11.11: LANXESS arena feierte Jahrhundert-Sessionsauftakt mit Mega-Kölsch-Party.
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Auf diesen besonderen Tag, den 11.11.11, fieberte die kölsche Karnevalshochburg schon lange hin. Auch für die LANXESS arena war es ein absolutes Highlight, denn erstmalig wurde die Mega-Party „Elter im Elften – Immer wieder Kölsche Lieder“ vom WDR live übertragen. Und das sogar zur Jahrhundert-Sessionseröffnung, mit tausenden von Jecken im „Henkelmännche“ und Millionen von Zuschauern an den Fernsehgeräten.
Den phänomenalen Auftakt bestritt QUERBEAT. Mit ihrem „Bläck-Fööss-Medley“ sowie den eigenen Songs „Colonia Tropical“ und „Allez Olé Alaaf“ eroberte die Truppe die gesamte Bühne und steckten die Jecken von der ersten Minute mit ihrer Partylaune an. Besser konnte ein solches Jahrhundertereignis gar nicht eingeläutet werden! „Dä Blötschkopp“ Marc Metzger, Moderator der knapp fünfstündigen Veranstaltung von LANXESS arena und Otto Hofner, begrüßte die jecken Massen: „Seid Ihr bereit für die Hits der Session 2012?“. Jubel brach aus und galt auch zugleich dem ersten kölschen Top-Star des Abends, Marita Köllner. Mit „Können diese Augen lügen?“ oder „Wille wille wit“ bewies das beliebte „Fussich Julche“ ihr Temperament und schmiss dabei ungeniert ihre Schuhe in die Luft. Auch die nächste Gruppe zeigte, dass sie jede Menge Feuer in sich hat. „Nachwuchs heißt in Köln, ham wer bisher noch nicht gekannt! Macht die Arena zu Eurem Wohnzimmer!“, moderierte „Dä Blötschkopp“ die letztjährigen Gewinner des KStA-Bandwettberbs, CAT BALLOU, an. Das ließen sich die vier jungen Musiker nicht zweimal sagen. Mit ihren Songs „Achterbahn“ und „Dat 11. Jebot“ rissen sie das Publikum im „Henkelmännche“ absolut mit und sicherlich ist bei so manchem WDR-Zuschauer, wie auch schon morgens bei der Übertragung vom Kölner Heumarkt, der Funke übergesprungen. „Gewöhnt Euch schon mal dran, Ihr kommt bestimmt wieder!“, prognostizierte Marc Metzger den Musikern.
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Dass Köln für Sankt Martin eine kölsche Lösung hat, präsentierten im Anschluss DIE CÖLLNER. Passend zum Song „Rabimmel Rabammel Rabumm“ verzierten die Posaunisten der begleitenden Willy Ketzer Big Band ihre Instrumente mit Laternen. Ein schönes Bild! Dann wurde es mexikanisch und bewegungsreich in der LANXESS arena. Frontmann und „Animateur“ Sepp Ferner zeigte, wie’s geht und dann tanzten tausende Jecke „Zacka Zacka“. Zum krönenden Abschluss ihres Auftrittes wurden die Musiker bei der Ballade „Ävver mer blieve“ vom Gospelchor „Spirit of Change“ unterstützt und entfachten ein Bühnenfeuerwerk sowie goldenen Lametta-Regen. Ein gebührender Empfang für ein dreimol jeckes Jahrhundertdatum! „Mottoqueen“ Marie-Luise Nikuta hatte auch einen Chor im Gepäck. Passend zum Mottolied „Jedem Jeck sing Pappnas“ begleiteten sie zwölf mit rot-weißen Ringelshirts, Mottoschals und Pappnasen ausgestattete Mädchen. Süß anzusehen!
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Danach wurde es rockig auf der Bühne, Abwechslung muss schließlich sein. „Vor zehn Jahren kam in den Kölner Karneval eine Kapelle, da hat die Fachwelt gesagt, och nö, die sind zu laut, darauf kann man nicht schunkeln, die haben lange oder gar keine Haare. Die Herren, die jetzt kommen, sind nicht bekannt für harmonische Blockflöten-Quintette, sondern eher für Strom-Gitarren und kerniges Getrommel.“, moderierte Marc Metzger die erfolgreichen Kölschrocker BRINGS an. Vor einigen Monaten feierte die Band ihr 20-jähriges Jubiläum mit knapp 50.000 Fans im RheinEnergie-Stadion. Die Begrüßung fiel dementsprechend aus. So sang die komplette Arena ihre Hits wie „Hallelulja“, „Man müsste nochmal zwanzig sein“, „Superjeile Zick“ oder die Jubiläumshymne „Dat is jeil“ inbrünstig mit. Neben den rockigen Tönen, E-Gitarren-Soli und fliegenden Schottenröcken überzeugten die Musiker ebenso mit der Ballade „Kölle du bes bunt“. Dieser Auftritt war eine gute Vorlage für die nun folgenden „Kleeblatt“-Kollegen. Doch schließlich ist jede der fünf großen Kölner Bands auf ihre Art speziell. „Wir haben viele Jubilare. Die Herzen der Menschen fliegen ihnen zu. Menschen ketten ihre Schlösser an die Hohenzollernbrücke.“, kündigte Marc Metzger die HÖHNER an, die am 30.04.2012 mit ihrer Jubiläumsshow in ihr 40. Geburts- tagsjahr starten. So eroberten die Musiker Bühne und feiernde Jecke mit ihren „Festpiraten“, „Schenk mir Dein Herz“, gaben den neuen Song „6 bis 8 Stunden Schlaf“ zum Besten und brachten mit "Carneval“ Rio-Feeling ins „Henkelmännche“. Wieder ein närrischer Höhepunkt mit musikalischem Feuerwerk!
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Als weitere Nachwuchsband präsentierten PAPALLAPAP ihre Titel, unter anderem „Fleeje. Dabei punkteten sie mit fünf Tanzpaaren Kölner Tanzgruppen, die dazu ihre Hebefiguren zeigten. Tanzend begeisterte auch Bernd Stelter mit seinem „Liebelein, lass mich heute Abend Dein Travolta sein“. Nach gewagten Tanzeinlagen versprühte er mit leisen Tönen beim nachdenklichen Song „Der Clown“ Gänsehaut pur. Als Solokünstler solche Massen zu berühren, das kann nur ein wahrer Entertainer!
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Kleeblättler Nr. 3 des Abends, die PAVEIER, spielten unter anderem ihre beiden neuen Sessionslieder „Hück Naach, do sin mer frei“ und „Heimat es“. Dabei wechselten sich Micky Brühl und Sven Welter als Frontmänner mit dem Mikrophon ab. Ein schöner kölscher Auftritt, vor allem die Ballade. Mit einer solchen trumpften auch die KLÜNGELKÖPP auf. „In Kölle verliebt“ ist nicht nur schön anzuhören, sondern so heißt auch das erste Album der Band, die auf dem besten Weg ins „Kölsche Kleeblatt“ ist. Die Songs „Karneval im Veedel“ mit der spektakulären Trommel-Show sowie „Stääne“ mit romantischer Sternenkulisse sprachen da jedenfalls absolut für sich!
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Die zweiten 20er-Jubilare des Jahres, DE RÄUBER, gaben mit ihrem „Su lang die Botz noch hält“ preis, dass sie noch lange nicht an Aufhören denken. „Wenn et Trömmelche jeit“, ihr allererstes Lied, das zugleich das meistgespielte bei jedem Rosenmontagszug ist, durfte bei diesem Auftritt natürlich nicht fehlen. Der Jubiläums-Walzer „Wunderbar“ und das neue „Boogie Woogie und Beethoven“ rundeten die RÄUBER-Highlights ab. Zum guten Schluss intonierten die Musiker „Wunderbar“ nochmal als rockige Variante. „Herrlich. Wie beim Wiener Opernball, nur ohne die lästige Tanzerei!“, bekannte Marc Metzger und sagte sogleich den letzten Top-Act des Abends, die „Mutter aller kölschen Bands“, in seiner einzigartigen Aneinanderreihung unendlicher vieler Musiktitel an. Auch die BLÄCK FÖÖSS präsentierten ihre neuen Sessionslieder „Alles für die Liebe“ und „Un dann hammer dat Jeföhl dat mer noch lääve“. Als Finalsong sang das gesamte „Henkelmännche“ mit der ältesten Boygroup Kölns „Du bes die Stadt“, begleitet durch zwei Piper und hunderte von der Arenadecke fallende Luftballons.
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(Fotos: (c) Annette Quast)
Fazit: Die LANXESS arena und Otto Hofner boten den tausenden von Jecken mit der Jahr-hundertveranstaltung „Elfter im Elften – Immer wieder kölsche Lieder“ ein abwechslungs-reiches Spitzenprogramm mit kölschen Höhepunkten am laufenden Band. Ob Kleeblatt, weitere beliebte Top-Stars oder Nachwuchskräfte à la QUERBEAT, CAT BALLOU und PA-PALLAPAP – die Creme de la Creme des Kölschen Fastelovend ließ es ordentlich krachen. Zudem hätte es keinen besseren Moderator geben können! Ein großes Lob gilt in diesem Zusammenhang vor allem den WDR-Kamerateams, die während der Liveübertragung ein reibungsloses und kollegiales Miteinander mit den Pressevertretern ermöglichten. Danke!