ZDF zeigt am weltweiten "Anti-Minen-Tag" der UNO den Film "Die Minensucherin".
Im Januar 1997 machte Lady Diana bei ihrem Angola-Besuch in Schutz-kleidung einen Gang auf Landminenfeldern. Dieses Ereignis löste eine umfangreiche Berichterstattung aus und lenkte den Blick der Weltöffent- lichkeit für kurze Zeit auf Angola und die Folgen des Bürgerkriegs.
Um die Fernsehzuschauer erneut für das immer noch brisante Thema zu sensibilisieren, zeigt das ZDF am
4. April den Film "Die Minensucherin" mit Christine Neubauer, Hannes Jaenicke und Heikko Deutschmann in den Hauptrollen. Diese dramatische Geschichte wurde in enger Zusam-menarbeit mit der Organisation "Menschen gegen Minen e.V." und einem Minenexperten der Airforce als Berater gedreht. Hannes Jaenicke, der die Rolle des Ausbilders Mike Mason spielt, sagte im Interview, dass er als Mitglied von Amnesty International und anderen GOs (Non- Governmental Organizations) sowie durch einige Drehs von Filmen und Dokus in Afrika mit der Thematik weitestgehend vertraut war, das Thema jedoch nach dem Tod von Lady Diana vollkommen aus den Augen verloren hatte. Seiner Meinung nach kann man mit einem Film, wie "Die Minensucherin", im Fernsehen wirklich noch etwas bewegen, denn schließlich wird so das Problem "Landminen"
wieder mehr in den Vordergrund gestellt. In den Augen von Hannes Jaenicke ist eine solche Produktion ein mutiger
Schritt für einen öffentlich-rechtlichen Sender, den der Schauspieler toll findet. So wählte das ZDF auch ganz bewusst den 4. April, den welt- weiten "Anti-Minen-Tag" der UNO, als Sendetermin und erklärte die dramatische Geschichte zum "Fernsehfilm der Woche".
Zum Inhalt des Films: Angola: Nina Schneider steht in der sengenden Hitze mitten auf einem
Minenfeld. Trotz der harten Ausbildung und der ständig präsenten
Lebensgefahr macht Nina einen verhängnisvollen Fehler: Sie lässt sich
ablenken und tritt in derselben Sekunde auf eine Tretmine. Regungslos
bleibt Nina stehen - jede Bewegung wäre tödlich. Verzweifelt denkt sie
an die Ereignisse der vergangenen Wochen. Rückblick: Die Bauingenieurin und Berufsschullehrerin Nina Schneider und
ihr Kollege Jo kommen am Flughafen in Angola an. Sie möchten sich in
ihrem Urlaub engagieren und in einem unterentwickelten Teil des Landes
an einer Schule unterrichten. Vor Ort sehen sie die vielen Kinder, die
Opfer von Tretminen wurden, verstümmelte Beine haben und an
Krücken gehen. Nina ist entsetzt. Doch die Kinder, die sie unterrichten soll, empfangen sie freundlich.
Gemeinsam beginnen sie mit dem Projekt, ein Dach aus Plastikflaschen für
die Schule zu bauen. Besonders die kleine, fröhliche Mumbi hat es Nina
angetan. Von der Klinik, an der Mumbis Mutter als
Beinprothesen-Schnitzerin arbeitet, bekommen sie viele Flaschen für ihr
Dach. Eines Tages nehmen Nina und ihr Kollege Mumbi auf dem
Heimweg von der Schule im Auto mit. Als sie anhalten müssen, läuft Mumbi
hinter ein leer stehendes Haus, sieht dort etwas Glitzerndes, greift
neugierig danach und wird von der als Kinderspielzeug getarnten Mine
tödlich verletzt. Nina ist am Boden zerstört. Sie macht sich schreckliche Vorwürfe und
gibt sich eine Mitschuld an Mumbis Tod. Überhastet kehrt Jo nach
Deutschland zurück. Doch für Nina ist das keine Möglichkeit, ihren
Gefühlen zu entkommen. Sie erinnert sich an eine Minensuch-Organisation
und beschließt, in Angola zu bleiben und sich dort zu bewerben.Das ZDF sendet "Die Minensucherin" anlässlich des weltweiten "Anti-Minen-Tag" der UNO, am 4. April um 20:15 Uhr (Wiederholung 01:30 Uhr).