Pänz övver Pänz sangen mit den Bläck Fööss in der Philharmonie.
"Häppy Birthday" erklang es aus den Sitzreihen der Kölner Philharmonie bevor De Bläck Fööss zum 5. Mal gemeinsam mit den jungen Besuchern eine Auswahl ihrer kölschen Leedcher anstimmten. Das Schulamt der Stadt machte es Kölner Schulklassen auch in diesem Jahr wieder möglich, mit drei Bandmitgliedern (Kafi Biermann Gesang, Bömmel Lückerath und Hartmut Prieß an der Gitarre) und einigen musikalischen Gästen (Johanna Akomeah, Volker Becker und Hans-Peter Schmitz) zu singen.
Schon im vergangenen Jahr begannen die Vorbereitungen für diese
Veranstaltung. Wilma Overbeck und Silke Dick wählten gemeinsam mit den
drei beteiligten Bläck Fööss sowie Schulamtsdirektorin Margarita von
Westphalen-Granitzka 16 kölsche Lieder zum Thema „Von fröher bes hück
met de Bläck Fööss“ aus. Ein Grund für die Themenwahl war das
40-jährige Jubiläum der Fööss, die dieses Projekt so einzigartig
unterstützen. Diese 16 Titel wurden dann im Tonstudio von den
beteiligten Musikern in einer für Kinderstimmen geeigneten Tonlage
eingespielt. Auf der Lehrerfortbildung im März übten die Lehrerinnen
und Lehrer die Lieder gemeinsam mit Wilma Overbeck sowie den drei Bläck
Fööss un Fründe ein. Mit nach Hause nahm jeder Lehrer ein gebundenes
Textheft mit Noten, kölschen Liedtexten und Übersetzungen der gesamten
Liedtexte ins Hochdeutsche sowie die CD mit den eingespielten Titeln.
Diese CDs wurden von den Lehrern für ihre Schüler multipliziert, damit jeder Schüler zu Hause und gemeinsam in der Schule bis zur
Veranstaltung die Lieder üben konnte.
Wilmas Pänz und De Pänz vum Erlenweg unterstützten die Kinder in den Sitzreihen von der Bühne aus. "In den letzten vier Jahren haben wir hier bereits 40 Lieder gesungen, zum 40-jährigen Bühnenjubiläum der Bläck Fööss sind es diesmal 16.", erklärt Wilma Overbeck, Leiterin von Wilmas Pänz zu Beginn der Veranstaltung. Zur Einstimmung auf das dritte Jubiläums-Konzert der Fööss am Abend auf dem Roncalliplatz erklang dann auch sogleich "Loss mer singe". Mit Leedcher wie "Rievkooche-Walzer", "Lück wie ich un du", "Indianer kriesche nit" und "Dat Wasser vun Kölle" präsentierten Fööss und Pänz einen Querschnitt aus den vier Jahrzehnten der Kölner Kultband. Zungenbrecher wie beim "Schäle Schäng", die Nationalhymne der Kölner Schulen "En d'r Kayjass Nummer Null" und das Mulit-Kulti-Lied "Unsere Stammbaum" durften bei der Auswahl natürlich nicht fehlen. Die Dudelsäcke bei "Du bess die Stadt" intonierten die Pänz durch "Määääh" und hielten sich für einen besseren Klang die Nase zu. Neben Singen und Klatschen sorgte das Lied "Let's dance!" für viel Bewegung in der Philharmonie und auch bei "Weltmeister vum Rhing" blieben die Pänz nicht auf ihren Sitzen.
Passend zu jedem Lied bekam Sänger Kafi Biermann eine Geburtstagskerze überreicht. Bei "Mir klääve am Lääve" beispielsweise mit einem Teufel verziert. Da nach 16 Liedern Schluss war, folgten die weiteren 24 Kerzen bei der Zugabe. Die jubelnden Pänz brachten die Philharmonie zum Beben.
Ermöglicht wird dieses Projekt durch die freundliche Unterstützung des
Vereins der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e. V., deren
Mitglieder sich heute im großen Rund der Philharmonie Köln verteilten
und mit den Kindern zusammen sangen.


Fotos: Quast