Kölsche Bengels spielten unplugged bei Coiffeur Bert Nohl.
Eine Menschentraube, darunter ein paar Kostümierte mit einem Glas Kölsch in der Hand, tummelte sich am Nachmittag vor dem Friseursalon Bert Nohl in der Innenstadt. Im Geschäft fand sich kaum noch ein freier Platz. Und dabei lockte kein Sonderangebot von waschen, schneiden, fönen sondern Livemusik von den KÖLSCHEN BENGELS geladene Gäste und neugierige Passanten in den Salon.
Zwischen Waschbecken und Trockenhauben präsentierte die Band aus Rösrath ihre brandneue CD "Flieg mit mir",
spielte Songs aus dem eigenen Repertoire, wie "Loss mich dinge Bengel sin", "Immer widder do" oder "Ahle kölsche Leeder", und intonierte verschiedene Musikgrößen. Dabei verwandelte sich Frontmann Alexander Barth in Nana Mouskouri und sang "Ein Schiff wird kommen", und zeigte bei einem Elvis-Medley, dass auch er die Hüften schwingen kann. Weitere Leedcher von kölschen Interpreten wie die Ostermann-Hymne "Heimweh noh Kölle", "Verdammp lang her" von BAP und eine Hommage an die Bläck Fööss gehörten ebenfalls zum außergewöhnlichen Salon-Konzert. Das Publikum wurde im Vorfeld mit einem Liederzettel ausgestattet, somit
sangen die Anwesenden bei einem lecker Kölsch kräftig mit und der ein
oder andere schwang sogar das Tanzbein. Da Stylings mit neuer Frisur, Haarspray, Wachs oder Gel an diesem Tag nicht auf der Tagesordnung standen, trugen die Musiker statt dessen mit ihren von Maria Lucas designten knalligen Anzügen mit passenden Schuhen zum stylischen Ambiente bei.
Verantwortlich für dieses ausgefallene Konzert waren Bert Nohl und Alexander Barth. "Wir sind befreundet und trafen uns eines Abends auf ein Kölsch. An der Theke entstand die verrückte Idee, hier im Salon zu Karneval für unsere Kunden
und Freunde der Bengels ein Gratis-Konzert zu veranstalten.", erklärt Bert Nohl. Eine gute Idee, wie die Resonanz des Publikums zeigte. Und
nicht nur das - Köln hatte somit in dieser Session ein Salon-Konzert der besonderen Art zu beaten.
(Fotos: Annette Quast)