Blaue
Funken: Gefangene bei der Festsitzung.

„Funke
opjepass“ - dieser „Befehl“ funktioniert immer, sollte man jedenfalls meinen.
Doch beim Regimentsappell der Blauen Funken ließ die Wachsamkeit zum
Ende der Veranstaltung wohl etwas nach. Unbemerkt verschwand das Rohr
der Kanone, auf die die neuen Funken traditionsgemäß ihren Eid
ablegen. Die Diebe wurden gefasst, als Strafgefangene an ein Seil
gefesselt und beim Aufzug der Roten Funken im Gürzenich vorgeführt.
„Wir
sind mit 500 Funken in alle Stadtteile aus geschwärmt und haben
Kanone sowie die Übeltäter gefunden.“, erklärt Theo
Jussenhofen, Präsident und Kommandant der Blauen Funken. Bei den
Dieben handelte es sich um keine Geringeren als Markus
Ritterbach, Dr. Joachim Wüst, Bernd Höft und Christoph Kuckelkorn
vom Festkomitee Kölner Karneval. Zur Strafe wurden die Missetäter
zum „Ihre-Kanonier op Levvenszick“ bestimmt. Markus Ritterbach
erhielt zudem die „Kanon an d'r Kett“, die er nun bei allen
Funken-Veranstaltungen zu tragen hat. „Zuwidderhandlunge wäden
durch dä Spies tireck jeahndet.“, betont Theo Jussenhoven. Zum
guten Schluss hatten sich wieder alle lieb und genossen gemeinsam
schunkelnd die Tänze der Roten Funken. „Solche Hanakereien gibt es zwischen uns öfters.“, verrät Jürgen
Stelter, Pressesprecher der Gesellschaft, nach dem Aufzug.
Neben
diesem Highlight des Abend, das die Buschtrommeln bereits
angekündigt hatten, verwöhnte ein hochkarätiges Programm mit
Dreigestirn, den Kleeblättern Bläck Fööss, Räuber, Höhner und
Brings sowie den Top-Rednern Bernd Stelter, Willibert Pauels, Guido
Cantz und Marc Metzger die schick gekleideten Besucher der
Festsitzung. Mit dem neuen Walzer „Wunderbar“ boten die Räuber
diesen sogar die Gelegenheit zum Tanzen. „Wir hätten nie gedacht,
dass wir damit einen solchen Erfolg haben werden. Es sollte ein
neuer Walzer für Hochzeiten sein, und eigentlich wollten wir ihn im Karneval gar nicht spielen. Doch sogar auf den Herrensitzungen, bei denen wir am
wenigsten damit gerechnet haben, kommt er super an.“, berichtet
Frontmann Charly Brand voller Stolz nach dem Auftritt. Dann sollte
die Band am 30. Januar zwischen ihren Auftritten vielleicht mal eine
Stippvisite bei der 1. Hochzeitsmesse in der Kölner Wolkenburg
einplanen. Man kann ja nie wissen!



(Fotos: Annette Quast)