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Blaue Funken überraschen mit süßen Orden und Bohrkern aus dem Kölner Dom.  

 

Beim Regimentsappell der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. tummelte sich alles auf der Bühne, was eine blau-weiße Uniform besitzt. Von den Kleinsten der Kinder- und Jugendtanzgruppe, über die neu zu vereidigenden Funkenanwärter bis hin zum 60-jährigen Funken-Jubilar waren alle Generationen vertreten.

 

Den niedlichsten Augenschmaus bot die Kinder-gruppe, die in diesem Jahr ihren 130. Geburtstag feiert. Mit vill Spass an d’r Freud präsentierten die kleinen Tänzerinnen und Tänzer, unter der Leitung von Marc Menden, ihr Können. Dafür gab es tosen-den Applaus und für jeden einen süßen Orden am Bande. Über die Aushändigung eines Ordens der anderen Art, freuten sich im Anschluss die Jungfunken. Nachdem diese mit dem gesamten Korps in den Saal des Gürzenich eingezogen waren und ihren Eid auf die Fahne abgelegt hatten, überreichte ihnen Präsident Theo Jussenhofen die sehnlichst erwarteten Korpskreuze der Funken Artillerie. Alles Weitere müssen sich die frisch vereidigten Blauen Funken in den kommenden Jahren erst noch verdienen. Zu den möglichen Auszeichnungen gehört das Großkreuz zur Würdigung und Anerkennung außerordentlicher und stetiger Leistung für die Gesellschaft. Mit diesem wurde Ralf Offermann, der seit 14 Jahren für die Organisation des Rosenmontagszuges verantwortlich ist, geehrt. „Er sorgt dafür, dass wir alle den 'Zoch' genießen können.“, erklärte Theo Jussenhofen. Ein weiteres Beispiel ist Jürgen Stelter, der für seinen 20-jährigen Einsatz als Pressesprecher der Gesellschaft zum Obrist befördert wurde.    

 

 

Eine besondere Ehrung ging an Walter Gerling, drittältester noch lebender Blauer Funk (Jahrgang 1918), für seine 60-jährige Mitgliedschaft beim blau-weißen Traditionskorps. Die Laudatio übernahm Ehrenkommandant Fro Kuckelkorn, der ihm gemeinsam mit dem Präsidenten unter Standing Ova-tions ein besonderes Geschenk der Gesellschaft überreichte. Da der Jubilar zu den Gründungsmit-gliedern des Bauvereins zählt, kann er nun einen Bohrkern aus dem Südturmfundament des Kölner Doms sein Eigen nennen. „Dieses Stück Fundament soll symbolisieren, wie wichtig dein Funda-ment für uns ist.“, betonte der Präsident. Bewegende Worte fanden ebenso die Vizepräsidenten des Festkomitee Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn und Dr. Joachim Wüst, die Funken-Wachoffizier Heinz Dieter Klöcker mit der Verdienstmedaille in Silber auszeichneten.

 

 

Neben den tänzerischen Darbietungen von kleinen und großen Blauen Funken bot die Gruppe „Alp-cologne“ eine für karnevalistische Ohren eher ungewöhnliche jedoch beachtenswerte musikalische Einlage bestehend aus drei Alphörnern und Gesang. Den Abschluss des Abends bestritt aber natür-lich der Spielmannszug mit seinem großen Zapfenstreich.

 

(Fotos: (c) Annette Quast)